... aber viele Frauen verlassen sich auf die Apps

Stiftung Warentest hat sich 23 Zyklus-Apps genauer angeschaut und getestet. Das Ergebnis fällt schlecht aus, denn die meisten Apps fielen im Test durch.

Egal ob zur Familienplanung oder Verhütung – viele Frauen verwende Zyklus-Apps. Bei dem Test bekamen jedoch nur drei Apps die Gesamtnote „gut“. Überwiegend „mangelhaft“ wurde vergeben. Insgesamt wurden 23 Apps geprüft. Zehn für beide Versionen, zwei nur für Android und eine nur für iOS.

Frauen können mithilfe der Apps errechnen, an welchen Tage sie möglicherweise fruchtbar sind. So kann die Anwenderin planen, ob sie verhüten muss. Wer schwanger werden will, weiß genau, wann es ein guter Zeitpunkt für Sex ist.

Problematisch bei den Apps ist allerdings, dass sie den Zeitpunkt des Eisprungs rein statistisch auf Grundlage der mittleren Zykluslänge berechnen. Dieser kann bei Frauen jedoch sehr schwanken. Stress oder anstrengende Sporteinheiten können auch die Länge beeinflussen. Deshalb kann über die fruchtbaren Tage keine genaue Auskunft gegeben werden.

Einige Apps verwenden jedoch die sogenannte NFP-Methode. Hier müssen die die Nutzerinnen ihre Körpertemperatur täglich messen und den Schleim, der im Gebärmutterhals gebildet wird, genauer untersuchen. Diese Methode zusammen mit der errechneten Zykluslänge können eine genauere Aussage über die fruchtbaren Tage geben.

Bei dieser Methode müssen die Anwenderin die Methode richtig anwenden und auch ihren Körper gut kennen.

Die Apps, die mit „gut“ bewertet wurden, basieren auf der NFP-Methode. Diese sind Lady Cycle (Android) und MyNFP (jeweils für Android und iOS)

Die App OvuView bekam „ausreichend“. Alle anderen Apps fielen mit „mangelhaft“ durch. Darunter WomanLog-Pro-Kalender, Flo Mensturations–Kalender und Clue Menstruations & Zykluskalender.

Quelle: Test