Warum deine Zigarettenstummel so scheiße für die Umwelt sind

Luisa Hemmerling

Musik, Kultur, Interviews
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Symbolbild Foto: Jayson Hinrichsen / unsplash.com

Sie sind der meist eingesammelte Müll auf den Stränden dieser Welt.

Vergiss die Strohhalme, Plastikflaschen und deine Wattestäbchen. Die größte Ursache für Müll in unseren Ozeanen ist etwas ganz anderes: Zigarettenstummel. Ganz im Besonderen die Filter der Zigaretten sind gefährlich für Tiere, da sie, wegen ihrer kleinen Größe, einfach ins Verdauungssystem der Meereslebewesen gelangen.

Pro Jahr werden 5,6 Billionen Zigaretten weltweit pro Jahr produziert. Die meisten davon haben Filter, die aus Cellulose Acetate bestehen. Das ist eine Art von Plastik, die über zehn Jahre braucht, um abgebaut zu werden. Gleichzeitig sind Zigarettenstummel auch der meist eingesammelte Müll auf den Stränden dieser Welt. In den letzten 30 Jahren wurden mehr als 60 Millionen Zigarettenstummel gesammelt, das berichtet das britische Online-Magazin Unilad.

Die Filter in den Zigaretten machen das Rauchen keineswegs gesünder, nur leichter verträglich. In den Mengen, in denen wir Zigarettenfilter wegschmeißen, nachdem wir fertig mit einer Zigarette sind, scheint es merkwürdig, dass Zigarettenfiltern nicht dieselbe Aufmerksamkeit wie Strohhalmen und Co. geschenkt wird. 

Viele Firmen tragen schon ihren Teil zur Reduzierung von Plastik bei. Starbucks kündigte im Sommer an, ganz auf Strohhalme verzichten zu wollen. Die Biermarke Guinness offenbarte ebenfalls vor Kurzem, das Plastik aus ihren Sixpack-Verpackungen entfernen zu wollen. Die Tabakindustrie ist deutlich weniger nachhaltig und macht kaum Fortschritte.

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Quelle: Noizz.de