In Deutschland ist es nach wie vor erlaubt.

Wenn Wildtiere wie Löwen, Zebras und Kamele von einem Zirkus gehalten werden, dann ist das ein ziemlich qualvolles Leben. Laut dem Deutschen Tierschutzbund werden sie oft mit Gewalt dressiert, leben in kleinen, ungeeigneten Käfigen und werden nicht artgerecht gefüttert. In Großbritannien wurde deswegen nun über ein Gesetz entschieden, das Wanderzirkussen das Halten und Vorführen von Wildtieren verbieten wird.

Damit ist das Vereinigte Königreich dem Ziel von Wildtier-freien Zirkussen diese Woche einen bedeutenden Schritt näher gekommen. Ab 2020 soll das Gesetz in Kraft treten.

Wanderzirkusse sind keine geeignete Umgebung für wilde Tiere im 21. Jahrhundert.

Das sagt der Umweltminister Michael Gove zum britischen Nachrichtensender BBC. Deswegen freue er sich auch sehr über den fertigen Gesetzesentwurf.

Schon seit Jahren versuchen Tier-Aktivisten, das Halten von wilden Tieren im Zirkus gesetzlich verboten zu bekommen. In Deutschland ist es nach wie vor erlaubt. Lediglich einzelne Gemeinden und Städte versuchen, gegen die Tierquälerei anzukämpfen, indem sie keine städtischen Flächen mehr für die Zirkusse zur Verfügung stellen. Damit setzen sie ein Zeichen für Gesetzgeber, auch gesetzlich gegen die Wildtierhaltung in Zirkussen anzugehen. Eine Liste aller Städte, wo das Auftreten von Wildtieren nicht gestattet ist, findet ihr hier.

In den meisten europäischen Ländern ist die Wildtierhaltung schon längst verboten. Dazu gehören unter anderem Dänemark, Irland, Kroatien, Österreich, und die Niederlande. In Zypern, Malta und Griechenland ist sogar die Haltung aller Tiere in Zirkussen verboten. 

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Quelle: Noizz.de