Eine neue Studie zeigt, wie teuer der Konsum berauschender Substanzen in den USA ist.

Der jährliche Bloomberg Global Vice Index legt offen: Drogen wie Weed, Opiate, Kokain und Amphetamine kosten in den USA mittlerweile 40 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Damit rücken die Staaten an die Spitze der Drogenpreise – direkt nach Australien und Neuseeland. Am billigsten sind Rauschmittel in Luxemburg.

Bloomberg ist ein Konzern, der wirtschaftliche relevante, globale Informationen liefert. Der Index wird jährlich nach gewissen Standards erhoben. So wurde errechnet, dass eine lustige Auswahl an den oben genannten Drogen, im Text zum Index liebevoll „Basket of Vice“ genannt, in Amerika im Schnitt 846 Dollar kostet. So weit, so unklar.

Wenn man diesen Preis aber in Relation zum durchschnittlichen Einkommen setzt, wird schon deutlicher, was dieser Preis bedeutet. Wie die Kollegen von VICE in den Staaten herauskehren, verdient der Durchschnitts-Amerikaner im Alter zwischen 25 und 34 Jahren knapp 800 Dollar pro Woche. Sich also ordentlich einen reinzulöten, kann einen jenseits des Atlantiks durchaus mal den Wochenverdienst kosten.

Je nach dem Preis des „Basket Of Vice“ und dem Durchschnittseinkommen errechnet sich also das allgemeine Drogenpreisniveau. Luxemburg ist halt auch ein reiches Land – da kann man sich schon mal mehr Koks leisten als vielleicht in jedem anderen Staat. Selbst wenn ein Gramm Schnee hier vielleicht mehr kostet als anderswo.

Dauerbetäubte Amerikaner?

Wir fragen uns: Woran liegt das hohe Drogenpreisniveau der Amerikaner eigentlich? Noch Ende 2017 rief Präsident Trump den Gesundheits-Notstand aus. Der Grund: Die Opiad-Krise. Ein Phänomen, für das Trump gerne die Mexikaner verantwortlich machte, andere wiederum darauf zurückführten, dass die Pharma-Industrie in den 90ern den Amerikanern anscheinend Schmerzmittel einflößte, als seien es Süßigkeit.

Ständig wurde außerdem über die exzessive Nutzung von Crystal Meth berichtet. Wie auch in Deutschland wurde der gesteigerte Konsum von Meth auf die einfache und billige Herstellung zurückgeführt. Es wirkte so, als sei Amerika dauerbetäubt. Passen die im letzten Jahr beinahe um die Hälfte gestiegenen Preise so gut ins Bild?

Angebot und Nachfrage

Je stärker die Nachfrage, desto höher auch der Preis – könnte man zumindest meinen. Der Experte im zitierten VICE-Artikel spricht aber eher davon, dass Amerika aktuell stärker gegen Drogenschmuggel vorgeht. Die geplante Mauer zu Mexiko, woher das meiste Koks bezogen wird, mag auch ausschlaggebend sein. Zusammengefasst könnte also die Tatsache, dass die Beschaffung und Lieferung von Stoff aller Art schwieriger geworden ist, den Preis bestimmt haben.

>> Er bestimmt jetzt wohl keine Preise mehr: Drogenboss El Chapo wird schuldig gesprochen.

All das sind aber auch Mutmaßungen. Unser Tipp an die amerikanischen Mitmenschen: Flug nach Luxemburg buchen und sich da so richtig aus dem Leben schießen. Oder einfacher: Nicht Trump wählen, keine Mauer bauen und damit den Koks-Fluß nicht trocken legen. Es könnte so einfach sein ...

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Quelle: Noizz.de