So gefährlich sind Schlafstörungen.

Etwa ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir. Im Schnitt sind das etwa 25 Jahre. Und das ist gut so, denn im Schlaf kann unser Körper regenerieren, Abwehrkräfte werden gestärkt und das Gehirn speichert, was es am Tag zuvor gelernt hat.

Leiden wir dauerhaft an Schlafmangel, kann das gefährlich werden - für unseren Körper, aber auch für unsere Seele.

Ingo Fietze, Professor am Schlafmedizinischen Institut der Charité: „Jeder schläft mal schlecht. Wer aber mehr als drei Nächte in der Woche nicht ein- oder durchschlafen kann oder morgens frühzeitig wach wird - und das länger als drei Monate am Stück -, der leidet unter ernstzunehmenden Schlafstörungen.“

Die häufigsten Auslöser dafür sind laut Fietze

  • Stress
  • Schichtarbeit
  • Alkohol- und Drogenkonsum
  • hormonelle Umstellungen

Das Gefährliche: Schlafstörungen machen uns nicht nur müde und unkonzentriert, auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes steigt an. Ebenso das Risiko an einer Depression zu erkranken.

Wer an Schlafstörungen leidet, sollte sich deshalb professionelle Hilfe holen. Verhaltenstherapien und Schlafhygiene (die Umstellung der Schlafgewohnheiten) können helfen, Schlafstörungen zu reduzieren. Auch kognitive Therapien wie Entspannungsübungen und spezielle Schlaftees schaffen Abhilfe.

Und wie sieht es mit der Handynutzung aus?

Fietze: „Wenn man sich von elektronischen Geräten bestimmen oder stressen lässt, haben sie einen schlechten Einfluss auf unseren Schlaf. Wenn man sie als Einschlafhilfe nutzt, dann vielleicht einen guten.“

Quelle: Noizz.de