What happens in Vegas, stays in Vegas – das gilt wohl nicht für einen Poolbesuch in der US-Wüstenstadt. Die Proben aus den Planschbecken dort waren für die US-Behörden so alarmierend, dass sie zur Geheimsache erklärt wurden. Wieso? Ich sag nur: Parasiten.

Es geht doch nichts über den Sprung in einen kühlen, nassen Pool an einem richtig heißen Sommertag, oder? Sollte es dich aber zufällig in die Casinostadt Las Vegas an einem hitzigen Tag verschlagen haben, solltest du dir das lieber zwei Mal überlegen. Denn es ist wohl das Ekligste, was du tun kannst. Die kalifornische Wüstenmetropole zieht nämlich anscheinend nicht nur Entertainer, Heiratswillige, Spielsüchtige und kuriose Typen an, sondern noch so einiges anderes an einen ganz bestimmten Ort: dem Pool.

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Das findet zumindest Dan Kaszeta. Der ist seines Zeichens ehemaliger Offizier in der US-Armee, der sich auf alles, was mit Chemie zu tun hat, spezialisierte. Anschließend gründete er ein Unternehmen, das sich Verteidigungsfragen widmete und arbeitete unter anderem mit dem Pentagon zusammen, wenn die mal gerade Expertise in Sachen chemischen und biologischen Massenvernichtungswaffen brauchten. Von Nervengiften bis hin zu biologischen Kampfstoffen hat der Typ alles durch. Und er sagt: Geh in Las Vegas unter keinen Umständen in einen Pool.

Und wenn jemand wie Dan Kaszeta so etwas sagt, dann muss das doch stimmen, oder nicht?!

Nach seiner allgemeinen Warnung ohne konkrete Gründe, hagelte es für den Biowaffen-Experten erst mal jede Menge Hass von waschechten Pool-Liebhabern aus Las Vegas, die so gar nicht verstehen können, was der gute Mann hat. Woher auch? Schließlich sind Kaszetas Einblicke höchst exklusiv – und genau deswegen teilt er sie nun mit der Öffentlichkeit.

In einem Twitter-Thread erklärt er, dass er Ende der neunziger Jahre als "Mann für chemischen und biologischen Terrorismus im Militärbüro des Weißen Hauses" gearbeitet hat – genau dann, als die USA wieder auf die Idee gekommen sind, dass diese Art von Waffen auch für ihr Militär interessant sein könnten. Während seiner Arbeit dort, erhielt er einen Anruf von einer anderen Bundesbehörde, die seine Hilfe brauchte.

Was war in Las Vegas passiert?

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Er sollte dabei helfen, ein paar fragwürdige Proben zu analysieren – Kaszeta wusste nicht, von wo sie kamen oder woher sie stammten. Es stellte sich heraus, dass die verdächtige Probe etwas relativ harmloses "wie Glycerin" enthielt. Die Kontrollprobe für den Abgleich stammte hingegen aus dem Pool eines großen Hotels in Las Vegas.

Die Ergebnisse der Kontrollprobe seien alarmierender gewesen, als die fragwürdige Substanz, die er ermitteln sollte. Denn sie enthielt einige Bestandteile, die man im besten Falle niemals in einem Pool-Wasser finden sollte: Eine hohe Anzahl Gardien, Parasiten die bei Menschen eine Durchfallerkrankung auslösen, dazu auch Parasiten der Gattung Kryptosporidien, Fekalienspuren, Kokain, Ketamin und jeder Menge andere Opiate.

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Und wie sieht es heute aus?

Ob dieser Poolbesuch für die Gäste ein Nachspiel hat?

Klingt wie eine bunte Wundertüte aus allem, was Las Vegas eben zu bieten hat. Hinzukommen jede Menge Adeoviren, die schwere Atemwegserkrankungen auslösen können, Hasenpesterreger und andere Bakterien. An der Situation hat sich anscheinend übrigens nichts geändert: Als Kaszeta ein paar Jahre später in Las Vegas war, sammelte er selbst verschiedene Poolproben – das Ergebnis war das gleiche.

Quelle: Noizz.de