Dabei fließen bis zu 35.000 Volt durch unseren Körper.

Wir berühren einen Gegenstand oder eine Person und es macht „zack“. Die Frage, warum wir gerade jetzt so viele Stromschläge bekommen, haben sich in den letzten Tagen viele Medien gestellt.

Schuld daran ist tatsächlich das kalte Wetter. Meteorologe Matthias Habel erklärte der Berliner Zeitung: „Bei trockenem und kaltem Wetter enthält die Luft sehr wenig Feuchtigkeit. Sie ist daher ein sehr schlechter elektrischer Leiter. Unser Körper lädt sich dann besonders gut und schnell auf, entsprechend häufiger und intensiver bekommen wir im Winter den unangenehmen Stromschlag.“

Die Stromschläge sind zwar unangenehm – gefährlich sind sie aber nicht. „Bekommen wir ‚einen gewischt‘, dann fließt kurzzeitig eine Spannung von bis zu 35.000 Volt durch unseren Körper – wir spüren den elektrischen Schlag. Bei Dunkelheit sind sogar kleine Blitze sichtbar“, so Habel.

Aber wie entstehen die Stromschläge? Normalerweise tragen wir an unserem Körper die gleiche Anzahl an positiver und negativer Ladung. Über die Feuchtigkeit unserer Haut und der Luft wird diese Ladung ausgeglichen. Da im Winter sowohl unsere Haut als auch die Luft sehr trocken sind, sind sie ein schlechter elektrischer Leiter. Der Körper lädt sich immer weiter auf. Berühren wir nun einen stromleitenden Gegenstand, etwa aus Metall, kommt es zur Entladung und wir bekommen einen leichten Schlag.

Einige Faktoren verstärken die elektrische Ladung zudem. Kleidungsstücke mit einem hohen Anteil an synthetischen Fasern und Schuhe mit Gummisohlen sollte man jetzt besser vermeiden. Naturfasern, Baumwolle und Ledersohlen laden sich dagegen weniger auf.

Außerdem ist es ratsam, trockene Winterhaut mehrmals täglich mit einer Fett-Creme einzuschmieren. Gegen die trockene Luft hilft regelmäßiges Lüften, Raumbefeuchter an den Heizkörpern und Zimmerpflanzen.

Quelle: Noizz.de