Die Antwort wird dich vielleicht überraschen ...

Studenten werden es wissen: Verkatert eine Klausur zu schreiben, ist immer ein Risiko. Die Chance, schlechter abzuschneiden als geplant, ist relativ hoch. Trotzdem kursieren immer wieder Geschichten von Freunden, die völlig betrunken oder verkatert und planlos in eine Klausur geschlittert sind und gut abgeschnitten haben.

Wie viel da dran ist, ist natürlich fraglich. Denn natürlich erzählt man gern, dass man betrunken den Hörsaal gerockt hat, klingt doch irgendwie verwegen, cool und intelligent, zumindest in Ansätzen.

Eine Studie der Universität in Essex hat nun genau das untersucht. Wie hoch ist unser Lernerfolg in Verbindung mit Alkohol?

Dazu wurde eine Gruppe von 90 Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Sie sollten zu Hause eine Liste mit Worten lernen. Die eine Hälfte durfte danach keinen Alkohol trinken, die andere Hälfte hatte bei Art und Menge der Getränke freie Hand. Am nächsten Tag wurden die Wörter dann abgefragt.

Das Ergebnis:

Der Teil der Probanden, die nach dem Lernen Alkohol getrunken hatten, hat tatsächlich bessere Ergebnisse erzielt, als ihre nüchternen Mitstreiter.

Die Wissenschaftler erklären dies damit, dass Informationen während des Alkoholkonsums schlechter aufgenommen werden. Dadurch hat unser Gehirn mehr Kapazitäten, davor aufgenommene Informationen ins Langzeitgedächtnis zu übertragen. Die Menge spiele dabei keine Rolle.

Klingt an sich nach einer guten Sache, man belohnt sich nach dem Lernen mit viel Bier und kann sogar noch behaupten, dies gehöre noch zur Vorbereitung auf eine Klausur.

Die Nachteile der Studie:

Ganz so einfach ist es dann aber leider doch nicht, denn die Studie hat genau drei Schwachpunkte.

1. Untersuchte Fallzahl

Von den 90 Probanden hat nur die Hälfte Alkohol konsumiert, wissenschaftlich gesehen sind die Ergebnisse also durchaus noch kritisierbar.

2. Der Langzeitkonsum

Angenommen, die Ergebnisse würden stimmen, dann erklären sie immer noch nicht, wie sich diese Lernmethode langfristig auf unseren Körper und unsere Leistungsfähigkeit auswirkt.

3. Kein Alkohol WÄHREND des Lernens

Aus der Studie ging klar hervor, dass der Alkohol beim Lernen nur dann helfen kann, wenn er nach dem Büffeln konsumiert wird. Finden wir schade, währenddessen würde es das Ganze noch viel erträglicher machen.

Quelle: Noizz.de