Halluziniere ich? Er will, dass in fünf Jahren die erste Frau auf dem Mond ist. Say what?!

Donald Trump ist Jahrgang 1946. Die erste amerikanische Mondlandung fand im Jahr 1969 statt. Trump, seines Zeichens der 45. US-Präsident, war damals also 23 Jahre alt, als Neil Armstrong einen „kleinen Schritt für einen Mann, aber einen großen für die Menschheit“ ging. Trump kommt also aus einer Zeit, in der America noch great war, weil die USA eben vor den Sowjets ihre Fahne auf dem Erdtrabanten gehisst haben.

>> Israel schickt die Bibel auf den Mond – mit Hilfe von Elon Musk

Lang ist dieser Glanz her. Und wie wir alle wissen, ist es Trumps selbst erkorenes Ziel America wieder great again zu machen. Auf was für einen guten Weg dabei ist, lesen wir jeden Tag aufs Neue in den Medien. Und auch auf Twitter:

Man muss es einfach nur mantra-artig oft genug wiederholen. Und sich natürlich auch eine passende Bucketlist erstellen. Dinge, die ein Trump eben tun sollte.

Mauer bauen,

Fake News bekämpfen,

und oh ja: wieder auf dem Mond sein.

In fünf Jahren sollen US-Astronauten auf dem Mond landen - im Zweifel auch ohne Nasa-Rakete. Und höret und staunet: Der Präsident befiehlt, dass auch eine Frau auf der Kraterlandschaft ihre Fußabdrücke hinterlassen soll. OMG!

Vizepräsident Mike Pence verkündet dazu:

Die erste Frau und der nächste Mann auf dem Mond werden beide amerikanische Astronauten sein, die mit amerikanischen Raketen von amerikanischem Boden abgehoben sind.

Auf dem Mond solle dann ein Außenposten aufgebaut werden, als Basis für eine geplante Mars-Mission. Wow, ein Spacecamp!

Es gibt allrdings Probleme bei der Erfüllung von Trumps Mission.

Die  Entwicklung der neuen Trägerrakete SLS (Space Launch System) verzögert sich. Die Rakete hätte ursprünglich bereits 2017 einen unbemannten Testflug absolvieren sollen, nach Problemen bei der Entwicklung wurde der Termin mehrfach verschoben. Damals nannte Nasa-Chef Bridenstine das kommende Jahr für einen ersten Testflug, 2022 solle die Rakete dann erstmals Menschen in die Nähe des Mondes und zurück bringen.  

Am 5-Jahres-Plan für eine bemannte Landung auf dem Erdtrabanten ließ Pence keinen Zweifel: Scheitern sei keine Option. Und helfen kann vielleicht nur einer: Elon Musk.

Wenn die Nasa gegenwärtig dazu nicht in der Lage sei, müsse die Organisation verändert werden, nicht der Plan. Und sollte es nötig sein, würde man für die Umsetzung der Ziele auch auf kommerzielle Partner setzen.

Anfang März war erstmals wieder eine US-Astronautenfähre an der ISS angedockt, allerdings unbemannt: Die „Crew Dragon“ wird von dem privaten US-Unternehmen SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk entwickelt. Der Testflug sollte nach Nasa-Angaben sicherstellen, dass das Raumschiff und seine Systeme wie geplant funktionieren, ehe eine Besatzung an Bord geht. Nach etwa einer Woche im All war die Raumkapsel zur Erde zurückgekehrt.

US-Präsident Donald Trump hatte den Fokus der US-Raumfahrt vom Mars zunächst wieder auf den Mond verschoben. Dort waren zuletzt im Jahr 1972 US-Astronauten der „Apollo 17“-Mission gelandet. Ob Trump vielleicht selber Rocket-Man spielen will? Wir werden sehen.

>> Die erste Pflanze auf dem Mond ist schon wieder tot

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de