Exoplaneten sind Planeten, die mögliche Alternativen zur Erde sein könnten. Nun haben Forscher 24 Planeten gefunden, die sogar NOCH besser als die Erde sein sollen. Doch es gibt einen Haken.

Gibt es Planeten, die womöglich sogar noch besser für Menschen geeignet sind als die Erde selbst? Dieser Frage sind Forscher*innen der Technischen Universität in Berlin nachgegangen. Und siehe da – ganze 24 Planeten haben sie entdeckt, die anscheinend noch besser als unser blauer Planet sein sollen.

Die Sonne beim Planet Erde

Was sind Exoplaneten?

Doch wie kann das sein? Es gab doch schon genügend Studien, die Dutzende solcher sogenannter Exoplaneten entdeckt haben: Planeten, die außerhalb der Gravitation "unserer" Sonne liegen, dafür aber im gravitativen Umfeld eines anderen Sterns – und auf denen theoretisch Leben möglich wäre. Doch diese ganzen Planeten können realistischerweise nicht als Ersatz oder Erweiterung der Erde funktionieren, weil sie dann doch einen Makel haben: sie liegen so weit weg von der Erde, dass Wissenschaftler*innen noch kein Raumschiff bauen konnten, um sie überhaupt zu erreichen. Deswegen konnte bis jetzt noch nicht erforscht werden, ob sie wirklich zum Leben taugen würden.

Doch diese 24 Planeten sollen anders sein. Sie sollen unserer Erde nicht nur ähneln, sondern noch besser als sie sein. Diese Super-Planeten sind in Vergangenheit womöglich sogar übersehen geworden – weil sie eben nicht genau die Eigenschaften des Planeten Erde haben – sondern teilweise übers Ziel hinaus schießen. Bei genauer Analyse haben die Forscher*innen unter Leitung von Wissenschaftler Dirk Schulze-Makuch mit diesem Ansatz 24 Planeten identifiziert, die als "Superhabitable Worlds" durchgehen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Magazin "Astrobiology".

Planet K2-288Bb

Ein solcher Planet hat folgende Eigenschaften:

#1: Eine feuchte, warme Atmosphäre

Auf der Erde sind die Flächen mit hoher Luftfeuchtigkeit und warmen Temperaturen am fruchtbarsten. Sie haben die höchste Artenvielfalt und sind biologisch am aktivsten. Deswegen haben Forscher*innen bei ihrer Suche nach Planeten Ausschau gehalten, die eine ähnliche Atmosphäre haben, da das nachweislich gute Voraussetzungen für einen Planeten sind, der Leben schaffen soll.

#2: Eine massive Größe

Planeten, die ungefähr 1,5 Mal so groß wie die Erde sind, haben meist eine dichtere, schützende Atmosphäre. Außerdem bedeutet mehr Fläche auch mehr Raum für Biodiversität.

#3: Eine andere Art von Sonne

"Unsere" Sonne ist ein sogenannter gelber Zwerg. Der ist zwar ziemlich leistungsstark, doch hat eine relativ kurze Lebensdauer, die in circa sechs Milliarden Jahren ausgelaufen sein wird. Optimaler sind dahingegen rote Zwerge oder sogar orangene Zwerge. Die sind zwar kleiner, doch leben viel länger – bis zu 70 Milliarden Jahre – was dem Planeten mehr Zeit geben würde, um Leben zu entwickeln.

Die Forscher*innen haben eine Liste voller möglicher Exoplaneten durchforstet (die "Kepler Objects of Interests – KOI) und nach diesen Kriterien untersucht, um ihre 24 Super-Planeten zu finden. Einen Favoriten gibt es auch: Den KOI 5715.01. Doch wie immer gibt es ein Problem: Er ist einfach zu weit weg – denn KOI 5715.01 ist um die 3.000 Lichtjahre entfernt.

  • Quelle:
  • Noizz.de