Damit landen wir weltweit auf Platz 20 - genauso wie der Irak!

Weltweit existieren schätzungsweise mehr als eine Milliarde Schusswaffen. Einer Studie von Studie Small Arms Survey aus Genf zufolge, befinden sich 85 Prozent davon in Privatbesitz. Lediglich 13 Prozent gehörten im vergangenen Jahr zu Arsenalen von Militärs und nur weitere 2 Prozent wurden von Strafverfolgungsbehörden genutzt.

Vor allem wegen der zunehmend bewaffneten Bevölkerung sei der weltweite Bestand an Handfeuerwaffen im vergangenen Jahrzehnt gewachsen, heißt es in der Studie. Auch besorgniserregend: Nur etwa 100 Millionen der weltweit 857 Millionen Handfeuerwaffen von Zivilisten waren registriert.

Die meisten Handfeuerwaffen pro Kopf in Privatbesitz - 120 Stück pro 100 Einwohner - gibt es der Studie zufolge in den USA. Danach folgen der Jemen (53 Stück pro 100 Einwohner), Montenegro und Serbien sowie Kanada und Uruguay.

Im europäischen Vergleich landen wir hinter Island

Deutschland landet in dem Pro-Kopf-Vergleich gemeinsam mit Frankreich und dem Irak immerhin auf dem 20. Platz (knapp 20 Stück pro 100 Einwohner). Im europäischen Vergleich besitzen im Schnitt unter anderem Bürger in Zypern, Finnland, Island und Österreich mehr Waffen als die Deutschen. Auf den letzten Plätzen landen unter anderem Zivilisten in Indonesien, Japan und Malawi.

Die unabhängige Small Arms Survey mit Sitz in Genf gilt bei der Forschung rund um das Thema Waffen als besonders anerkannt. Unterstützt wird ihre Arbeit von mehreren EU-Ländern, darunter auch Deutschland, die Schweiz, Norwegen, Kanada und die USA.

Text: Zusammen mit dpa

Quelle: Noizz.de