Die chemische Zusammensetzung ändert sich – mit schlimmen Folgen.

Smartphone-Sucht kann Auswirkungen auf die chemische Zusammensetzung im Gehirn haben. Das haben Forscher der Korea University in Seoul in einer Pilotstudie festgestellt. Diese Veränderung führte in der Testgruppe zu Angstzuständen und Depressionen.

Die Forscher untersuchten in der Testgruppe 19 Menschen im Alter von 16 Jahren, bei denen sie mit standardisierten Testfragen eine Internet- oder Smartphone-Sucht feststellen konnten. Eine ebenso große Gruppe ohne auffallende Ergebnisse diente als Vergleichsgruppe.

Mithilfe einer Magnetresonanzspektroskopie (MRS) nahmen die Wissenschaftler die chemischen Gegebenheiten im Gehin der Jugendlichen. Bei denjenigen, die eine Smartphone-Sucht aufwiesen, stellten sie ein Ungleichgewicht an bestimmten chemischen Stoffen fest. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass die eine Neigung zu Depressionen und Angstzuständen hatten, die Ergebnisse korrelierten also.

Die positive Nachricht: Nachdem zwölf der Smartphone-Süchtigen an einer kognitiven Verhaltenstherapie teilnahmen, habe sich das Verhältnis zwischen den chemischen Stoffen weitgehen normalisiert.

Die Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass die Anzahl der Probanden gering war und es weiterer Studien bedarf, um den Zusammenhang zwischen der chemischen Balance im Gehirn und dem psychischen Zustand zu verstehen.

Quelle: Heise