Allerdings gibt es an der Studie auch einige Kritikpunkte.

Die positiven Effekte von Cannabis sind schon mehrfach erforscht. Es kann laut mehreren Studien bei der Behandlung von Krebs, Alzheimer oder Epilepsie benutzt werden. Jetzt haben Forscher in Israel auch entdeckt: Gelegentliche Nutzung von Cannabis kann chronischen Schmerzpatienten bei Schlafschwierigkeiten helfen. Aber Vorsicht: Nutzt man die Methode zu oft, dann wird das Risiko von Schlaflosigkeit erhöht.

Die Wissenschaftler untersuchten 128 chronische Schmerzpatienten aus einem Institut in Israel. 66 der Probanden wurden mit Cannabis behandelt, 62 nicht. Voraussetzung für die Mitglieder der Cannabis-Gruppe war, dass sie mindestens ein Jahr zuvor schon mal Cannabis benutzt hatten. Alle waren 50 oder älter, in einer ähnlichen Bildungsschicht, hatten ähnliche Schmerzstärken und ähnliche Nutzungswerte von Alkohol und Zigaretten. Insgesamt konsumierten die Cannabis-Nutzer über einen Zeitraum von vier Jahren medizinisches Cannabis.

Beim Auswerten der Studie fanden die Wissenschaftler, dass die mit Cannabis behandelten Patienten seltener in der Nacht aufwachten. Es gab dafür aber auch Kandidaten, die durch das Cannabis Schwierigkeiten beim Einschlafen bekamen. Die Wissenschaftler vermuten, dass das daran liegt, dass die Körper der Patienten eine Toleranz gegenüber dem Schlaf-Wirkstoff entwickeln würden.

Wissenschaftler kritisieren selber die kleine Größe ihrer Stichprobe und die fehlende Kontrolle über die Zeiten und Mengen der Cannabis-Einnahme. Sie empfehlen aufgrund ihrer Funde aber trotzdem die weitere Recherche, um den Zusammenhang von Cannabis und Schlaflosigkeit vollends zu verstehen.

>> Legales Marihuana: Hat das Geschäftsmodell seinen Höhepunkt schon hinter sich?

>> Studie: Cannabis beeinträchtigt vielleicht deine Herzfunktion

Quelle: Noizz.de