Warum Frauenstimmen immer tiefer werden

Gerrit-Freya Klebe

Poesie & Politik
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Frauen werden immer emanzipierter Foto: CC0 / pexels.com

Talk to me, baby!

Noch vor 20 Jahren haben Frauen auf einer Frequenz von 220 Hertz gesprochen, Männer mit 110. Inzwischen ist der Abstand nicht mehr so groß: Bei Frauen sind es nun 168 Hertz, bei Männern ist der Wert konstant geblieben.

Musikern sagt das vielleicht mehr: Ein Frauenstimme ist heute nur eine Quinte (also fünf Töne) höher als die eines Mannes, sonst war es eine ganze Oktave (acht Töne).

Für diese Ergebnisse haben Forscher der Universität Leipzig Stimmfeldmessungen bei 5.000 Teilnehmern gemacht.

Michael Fuchs ist einer der Wissenschaftler und Professor für Phoniatrie und Pädaudiologie. Er deutet die Werte so: Auslöser sei das sich wandelnde Frauenbild in den letzten Jahrzehnten gewesen.

Eine hohe Stimme drückt Schutzbedürftigkeit aus, heute müssen sich Frauen aber immer stärker im Job durchsetzen, viele Kollegen sind männlich. Dabei hilft eine tiefere Stimme, sie symbolisiert Verlässlichkeit und Durchsetzungsvermögen.

Quelle: Noizz.de