Auch wir können zu einem besseren Schlaf beitragen.

Jeder dritte Deutsche schläft nur mittelmäßig, schlecht oder sehr schlecht. Vor allem Berufstätige mit unregelmäßigen Arbeitszeiten oder Schichtdienst sind davon betroffen. Das ist das Ergebnis einer Studie der „Techniker Krankenkasse“ (TK), die das Schlafverhalten in Deutschland untersucht hat.

Der durchschnittliche Erwachsene im westlichen Kulturkreis ist 16 bis 17 Stunden wach und schläft dann in der Nacht zwischen sieben und und acht Stunden. Ab 18 Jahren liegt die Untergrenze bei sechs Stunden Schlaf.

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Die Wissenschaftler warnen, dass wer nicht ausreichend schläft, krank wird. „Das Risiko für Herz-Kreislauf- und Magenbeschwerden, für Depressionen und Übergewicht ist höher, wenn der regelmäßige und tiefe Schlaf zu kurz kommt. Das Risiko für Unfälle und Fehler im Job steigt“, sagt Jens Baas aus dem Vorstand der TK.

Daher erscheint es nur logisch, dass fast jeder und jede Dritte der Erwachsenen das Bedürfnis nach einem Nickerchen zur Mittagszeit verspürt. Der Wunsch ist im Osten stärker verbreitet als im Westen, außerdem nimmt er mit dem Alter zu.

Gesundheitsexperten empfehlen das Powernapping am Tag vor allem denjenigen, die ansonsten nicht auf sieben Stunden Schlaf am Tag kommen.

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Den Effekt des Powernappings hat übrigens laut „Stern“ vor Kurzem die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur NASA gemessen. Demnach steigt nach einem Nickerchen die Aufmerksamkeit um 100 Prozent.

Peter Wendt, Marktforscher bei der TK, erklärt den Einfluss der Arbeit auf den Schlaf: „Knapp 40 Prozent sehen Jobstress als Hauptursache, dass sie nicht in den Schlaf finden. Weitere Gründe sind vor allem private Probleme mit 28 Prozent und gesundheitliche Beschwerden mit 22 Prozent."

Zu einem ruhigeren Nachtschlaf können wir aber auch selbst beitragen. So beklagen laut Studie 41 Prozent die Zimmertemperatur, 23 Prozent konsumieren vor dem Schlafen schwere Mahlzeiten und 15 Prozent koffeinhaltige Getränke – das alles lässt sich vermeiden.

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Bei jungen Leuten unter 30 gibt es einen weiteren Faktor, der vom Schlafen ablenkt: In dieser Altersgruppe stört das Handy bei jedem Fünften den Schlaf.

Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Juli 2017 im Auftrag der TK einen bevölkerungsrepräsentativen Querschnitt der Erwachsenen in Deutschland zu ihrem Schlafverhalten.