10.000 Wörter schreiben? Geht auch anders, wie ein 22-jähriger Student aus Großbritannien zeigt.

Nicholas Uzoka ist 22 Jahre alt und studiert an der University of East Anglia in Norwich Englisch und kreatives Schreiben. So weit so normal. Ungewöhnlich ist allerdings, was der Student als Abschlussarbeit eingereicht hat.

"The First Stone: An Oratorio", so der Titel seiner Bachelorarbeit. Dahinter verbirgt sich ein Hip-Hop-Album, dass der Brite anstelle einer mindestens 10.00 Wörter-langen, akademischen Ausarbeitung abgegeben hat.

War wohl überzeugend: Wie Uzoka, der sich als Künstler "Zoka the Author" nennt, dem britischen Sender BBC erklärte, hat er dafür die Bestnote vom Prüfungsausschuss erhalten.

21 Songs hat das Werk und war wohl das erste seiner Art, das an einer britischen Hochschule auch als Abschlussarbeit gewertet wurde. Dem deutschen Nachrichtenmagazin Spiegel erzählte er, dass er auf dem Album sein Verhältnis zu Gott erläutere und zwar mithilfe einer Metapher, nämlich der Beziehung zu einer Frau. Für Oratorien, opernartige Musikwerke, nicht außergewöhnlich: Oft sind sie religiös und haben dramatische Inhalte.

Diese ungewöhnliche Verbindung scheint wohl Zokas Schlüssel zum Erfolg zu sein. Seine Abschlussarbeit wolle er nicht veröffentlichen. Auf Spotify kann man allerdings seine aktuelle EP "Broken Chains" hören.

In Zukunft wolle er weiter Musik machen.

Ein Label hat er bisher noch nicht. Zoka ist übrigens nicht der allererste, der ein Rap-Album als Abschlussarbeit an der Uni eingereicht hat. 2017 hat der US-Amerikaner Obasi Shaw ebenfalls ein Hip-Hop-Album eingereicht – und zwar in Harvard.

Sein Werk über Rassismus in den USA und der Gewalt gegen Schwarze bekam damals die zweitbeste Note, die man an der Elite-Uni erhalten kann. Vielleicht auch eine Inspiration für eure Abschlussarbeit.

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Quelle: Noizz.de