Neurowissenschaftler*innen haben den weltweit ersten Film gedreht, der das Gehirn masturbierender Frauen von innen zeigt.

Fünf Frauen haben in einem Kernspintomografen masturbiert. Währenddessen waren sie, oder viel mehr ihr Gehirn, ordentlich verkabelt. Das Team von Dr. Nan J. Wise und Dr. Barry R. Komisaruk der amerikanischen Rutgers University schaute währenddessen gebannt zu.

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Selbstbefriedigung unter Beobachtung

Natürlich beobachteten die Forscher*innen die Frauen nicht, weil sie solche Spanner sind. Es sollte erkundet werden, was genau mit dem Gehirn passiert, während eine Frau zum Höhepunkt kommt. Das Video zeigt, wo genau die Gehirnfunktion rund um den Orgasmus losgeht, sich steigert und wieder erholt. Das Farbspektrum im Video zeigt den Sauerstoffgehalt im Gehirn an – Rot bedeutet niedrig und Gelb hoch. Sieht für Unwissende nach ziemlicher Disko im Kopf aus:

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Man kann im Clip sehr schön beobachten, wie die Aktivität des Gehirns im hinteren Teil beginnt, bevor sie sich umfassend ausweitet. Das limbische System, der Teil des Hirns, der für Emotionen und Triebverhalten verantwortlich ist, wird aktiviert. Der Höhepunkt der Orgasmusaktivität im Gehirn ist die Freisetzung von Oxytocin. Das Hormon wird auch freigesetzt, wenn Menschen einander berühren. Außerdem geht die Farbe rascher von rot zu vollständig gelb über, wenn der Orgasmus das Gehirn durchflutet.

Beim Orgasmus geht's im Gehirn richtig ab

Die Wissenschaftler*innen erklären, dass die Hirnaktivität von Frauen beim Orgasmus einzigartig ist. Die Studie beweist, dass der ausschlaggebende Nerv der Vagus-Nerv ist, der beim Orgasmus wichtig ist. Es handelt sich hierbei um einen langen Nerv, der beim Menschen bis ins Becken reicht. Bisher war man davon ausgegangen, dass das Rückenmark beim weiblichen Orgasmus eine wichtige Rolle spielt.

Das weibliche Gehirn und der Orgasmus: Geht gut ab.

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Die Studie von 2017 ist deshalb so spannend, weil sie zeigt, dass Sex und Gehirnaktivität viel miteinander zu tun haben. Man hatte etwa bisher der Annahme, dass beim Orgasmus das weibliche Gehirn komplett abschaltet – so jedenfalls titelten Wissenschaftler aus Groningen vor Jahren nach einer ihrer Studien. Nun wissen wir: Das stimmt nicht, wie Dr. Nan und Dr. Komisaruk in der Zusammenfassung ihrer Ergebnisse festhalten. Dank ihrer Untersuchungen wissen sie nun ganz genau, wo der weibliche Orgasmus stattfindet und dass es dabei weit mehr abgeht, als vermutet. Tja, Sex ist halt Kopfsache.

Quelle: Noizz.de