Gut, wenn man vorbereitet ist!

Natürlich fackeln Autos in der Realität nicht so schnell, actionreich und dramatisch ab wie bei Cobra 11.

Laut Dekra haben aber allein im Jahr 2014 etwa 15.700 Autos in Deutschland Feuer gefangen.

Doch wie zur Hölle kommt es zu einer Selbstentzündung im Alltag und ohne Fremdeinwirkung?

Allgemein sind Autos in den vergangenen Jahren viel sicherer geworden. Brände zu verhindern ist für die Fahrzeugbauer sehr wichtig. Benzin entzündet sich nämlich ab einer Temperatur von 35 Grad.

Dass euer Auto bei warmem Wetter dennoch nicht zu brutzeln anfängt, dafür sorgt die Betriebsentlüftung, durch die nicht zu viel Sauerstoff im Tank ist. Außerdem bleibt im Tank immer etwas Volumen übrig, damit sich der Treibstoff bei höheren Temperaturen ausdehnen kann.

Vor einigen Jahren brannten noch einige Fahrzeuge aus, weil nach einem Unfall Benzin ausgelaufen war. Heute sorgen jedoch spezielle Abriegel-Ventile dafür, dass die Benzinzufuhr bei einem Unfall gestoppt wird.

Für diesen Ford Focus kommt jede Hilfe zu spät
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Dadurch ist die Gefahr aber noch nicht gebannt. Kurzschlüsse und marode Leitungen bergen Brandpotenzial. Auch das Motoröl und die Kühlflüssigkeit unserer heißgeliebten Klimaanlagen sind leicht entflammbar.

Wer ein neues Auto hat, ist damit nicht automatisch vor Feuer gefeit. So hatte Ferrari beim 458 Italia beispielsweise brennbaren Kleber an den Wärmeschutzplatten verwendet, der bei wärmeren Temperaturen gern mal spontan Feuer fing.

Selten dämlicher Fehler, der Kleber in diesem Ferrari ist ein echtes Problem
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Apropos italienische Sportwagen:

Im Internet gibt es zahlreiche Videos von Lamborghinis, die sich durch Flammen aus dem Auspuff selbst entzünden. Ein Verhalten, das wir sonst nur vom Galaxy S7 kennen …

Das Fahrzeug abstellen und sofort verlassen. Im günstigsten Fall nehmt ihr euer Handy mit. Wenn sich Rauch entwickelt oder ihr einen brenzligen Geruch wahrnehmt, ruft die Feuerwehr. Ein eigener Feuerlöscher kann natürlich auch hilfreich sein.

Wichtig:

Euer Feuerlöscher muss der Brandklasse B entsprechen, also für flüssige und flüssig werdende Stoffe geeignet sein. Darunter fällt auch Benzin und Öl. Diese Stoffe können mit allen Feuerlöschern gelöscht werden, außer mit Wasslöschern und Pulverlöschern, die Metallbrandpulver beinhalten.

Im Ernstfall ist das Warten auf die Feuerwehr die bessere Entscheidung
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Auf jeden Fall solltet ihr nicht euer Leben riskieren, um den eigenen fahrbaren Untersatz zu retten. Wenn Flammen aus dem Motorraum schlagen, droht durchaus eine Explosion, sollte das Feuer auf den Tank übergreifen. Entfernt euch von eurem Auto, bei einer Explosion könntet ihr sonst durch fliegende Teile verletzt werden.

Also gilt: Augen auf beim Autokauf und immer einen kühlen Kopf bewahren.

Quelle: Noizz.de