Die Menschenaffen werden vergewaltigt und sterben aus.

Sie sind die größten Säugetiere weltweit, die auf Bäumen leben. Sie sind bis zu 1,5 Meter groß, haarig und werden immer seltener. Gemeint sind die Orang-Utans, was auf malaisisch Waldmenschen heißt.

Früher bevölkerten sie weite Teile Asiens über China, Thailand und Vietnam bis nach Java. Heute sind sie nur noch auf den Inseln Borneo und Sumatra beheimatet. Von 1973 bis 2005 verloren die Orang-Utans laut WWF fast die Hälfte ihres Wohnraums. Schuld daran sind Waldumwandlungen und -brände. Heute sind sie vom Aussterben bedroht. Nur 50.000 Exemplare sollen noch in freier Wildbahn leben.

Pflege ist auch für die Baumbewohner sehr wichtig

Der WWF versucht, den Lebensraum der Menschenaffen zu schützen. Außerdem leistet die Organisation Aufklärungsarbeit, um die Wilderei zu bekämpfen.

Doch das grausamste Verbrechen, dem die Orang-Utans zum Opfer fallen, kann auch der WWF nicht verhindern: Einige Orang-Utan-Weibchen müssen in indonesischen Bordellen leben – und dort mit Menschen Sex haben. Das Wort Tierquälerei müsste für diese Einrichtungen neu erfunden werden.

Wenn Orang-Utan-Weibchen Nachwuchs bekommen haben und von den „Zuhältern" gefunden werden, droht ihnen der sofortige Tod. Die Bordellbetreiber sind nämlich an den neugeborenen Weibchen interessiert. Die werden in die Sex-Sklaverei verkauft. Hier gilt das Motto: Je jünger, desto besser. Jungaffen sind leicht zu erziehen und an den Menschen zu gewöhnen.

Wenn sie erst einmal Menschen gewöhnt sind, sind sie ungefährlich - zu ungefährlich

Junge Orang-Utans, die diesem Prostitutionsring in die Hände fallen erleben die Hölle auf Erden. Sie werden auf Dörfer verteilt und zu Hausdienern ausgebildet. Im besten Fall müssen sie später in Bars als Gogo-Affen arbeiten.

Wenn sie im Bordell landen, liegen qualvolle Jahre vor ihnen. Die Weibchen werden rasiert und geschminkt. Pro Tag vergehen sich dutzende Männer an ihnen. Die starken Tiere wehren sich nicht, da sie an Menschen gewöhnt sind. Affenbordelle funktionieren, weil sie günstig sind. Die Kunden haben nicht viel Geld.

In freier Wildbahn werden die Tiere bis zu 50 Jahre alt. In den Bordellen selten älter 20 Jahre. Die Tiere erleiden Depressionen und Gedächtnisverluste. Manche Affen versuchen, ihr Leben zu beenden.

Die Vorstellung eines Affenbordells ist einfach nur absurd, aber grausame Realität

Deshalb können die Bordelle nicht verboten werden:

Indonesien wird von Korruption und Armut beherrscht. Die Versuche von Tierschutzverbänden, die Affen-Sexsklaven zu befreien, können nur mit starkem Polizeiaufgeboten unternommen werden. Die Dorfbewohner leisten nämlich bewaffneten Widerstand.

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Der Orang-Utan-Tag bietet also nicht nur Gelegenheit, über gefährdete Tiere zu sprechen. Auch die Menschlichkeit gehört mancherorts zu den bedrohten Arten.