Glück ist anscheinend doch käuflich – zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine neue US-Studie. In deren Rahmen wurden Menschen nach ihrem Gehalt gefragt und nach einer Einschätzung ihrer eigenen Glücklichkeit. Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht.

Geld macht glücklich: Das wurde anhand einer neuen Studie aus Nordamerika herausgefunden. Die Studie mit dem englischen Namen "The Expanding Class Divide in Happiness in the United States 1972 - 2016", wurde kürzlich im Journal "Emotion" veröffentlicht – und könnte unsere wirkliche Einstellung zu finanziellem Wohlstand zum Vorschein bringen.

Symbolbild: Geld

Sind Mehrverdiener*innen glücklicher?

Die Studie verglich den Zusammenhang zwischen Glück und finanziellem Status bei 44.198 Erwachsenen über dem Alter von 30 Jahren. Die Menschen wurden gefragt: Wenn sie alles in ihrem Leben betrachten würden, ob sie wohl "sehr glücklich", "einigermaßen glücklich" oder "nicht so glücklich" wären. Dann maßen die Forscher*innen die Korrelation zwischen diesen Aussagen und dem Gehalt der Menschen.

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Heraus kam, dass das Glücks-Level stetig steigt, je mehr die jeweilige Person verdient. Eine Princeton-Studie aus dem Jahr 2010 hatte ähnliche Erkenntnisse erreicht, mit einem Unterschied: Sie besagte, dass ein Mensch, der mehr als 75.000 Dollar im Jahr verdient, mit steigendem Gehalt nicht mehr glücklicher wird. Die Forscher*innen der Studie aus dem Jahr 2016 fanden allerdings heraus, dass diese Steigung auch nicht nach einer bestimmten Höhe eines Jahreseinkommens abnimmt.

Einkommen ist wichtiger als je zuvor

Laut der neuen Studie, die einen Zeitraum von 44 Jahren erforscht, hat sich dieses Phänomen über die Jahre sogar verstärkt. Das Einkommen spielt nun eine noch größere Rolle für das eigene Glück, als es noch zu Anfang der Studie der Fall war.

Der Autor des Artikels zu der Forschung, Jean Twenge, räumt ein, dass sich diese Werte allerdings während der Präsidentschaft von Trump, besonders bei Schwarzen Menschen, ändern könnte. Die Daten seiner Studie gehen nur bis 2016 – vor Trump, vor Corona, vor George Floyd. Wie es mit der Glücklichkeit im Jahr 2020 aussieht, ist fraglich.

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Quelle: Noizz.de