Ratet mal, wo Deutschland steht ...

Machen wir uns nichts vor. Obwohl Marihuana an vielen Orten illegal ist, weiß doch quasi jeder, wie viel er in seiner Stadt in etwa für das Kraut bezahlen muss. 

Falls ihr das nicht wissen solltet, könnt ihr für den deutschprachigen Raum auf graspreis.de gehen (NOIZZ berichtete). Hier werden Graspreise miteinander verglichen und Streckmittel-Warnungen herausgegeben. Doch wie sieht es im weltweiten Vergleich aus?

Laut den offiziellen Daten der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht haben im vergangenen Jahr über 23,5 Millionen Europäer im Alter zwischen 15 und 64 Jahren Marihuana erreicht. 

Das International High Life Portal hat einen Artikel veröffentlicht, der die Preise von Marihuana auf der ganzen Welt vergleicht. Die Standardeinheit, die von den Autoren verwendet wird, ist ein „Viertel-Weed“ – sieben Gramm.

Und wo ist es denn am günstigsten? (Preis für sieben Gramm)

Indien: 0,40 Euro

Südafrika: 0,60 Euro

Nigeria: 1,02 Euro

Kenia: 1,20 Euro

Brasilien: 1,27 Euro

Und wo gibt man am meisten aus?

Vereinigte Arabische Emirate: 655 Euro

Brunei: 417 Euro

Japan: 387 Euro

Zypern: 238 Euro

Estland: 127 Euro

Happige Preise. Zum Vergleich: In Deutschland liegen die Preise oftmals zwischen 8 und 12 Euro. Nehmen wir den Mittelwert liegt er bei 10 Euro pro Gramm. Für ein „Viertel-Weed“, sieben Gramm, bezahlt man in Deutschland also im Schnitt 70 Euro. In Polen bezahlt man für diese Menge etwa 47,70 Euro, wie die Kollegen von NOIZZ.PL berechneten.

Damit sind die Preise in Polen und Deutschland denen in den USA sehr ähnlich. Laut dem High Life Portal variieren die Preise hier, je nach Bundesstaat zwischen 39 und 64 Euro. Während die Preise in Polen somit in etwa im unteren Durschnitt liegen, ist das Weed in Deutschland also leicht überteuert. Hier die Zahlen aus den USA:

Preise je sieben Gramm Weed in den USA

Alaska: 64 Euro

Kalifornien: 42,60 Euro

Colorado: 42,60 Euro

Massachusetts: 60,44 Euro

Nevada: 49,38 Euro

Oregon: 39,16 Euro

Washington: 40 Euro

Doch wir werden ja vielleicht in Zukunft sehen, wie sich die Preisunterschiede verändern. Dann, wenn es in Europa zu einem Legalisierungsschub käme ... – besonders interessant natürlich für das überdurschnittlich cannabis-preisintensive Deutschland.

Quelle: Noizz.de