"Boah, bin ich müde." – "Der Hund ist aber süß." – "Hoffentlich verpasse ich nicht meine Bahn." Für viele sind solche verbalen Gedanken ganz normal. Sie unterhalten sich über den Tag hinweg in Form von inneren Mono- oder Dialogen mit sich selbst und gehen davon aus, die anderen würden das auch tun. Aber stimmt das so?

In einem Tweet Anfang des Jahres klärte Twitter-User Kyle auf, dass manche Menschen ihre Gedanken in Form von Sätzen quasi "hören", andere wiederum in nonverbaler Form denken. Die Mitteilung sorgte für großes Staunen und ging viral. Den meisten war anscheinend nur ihre eigene Denkweise bewusst gewesen, daher sammelten sich in dem schnell heranwachsendem Thread viele Fragen und Erklärungen über eigene Erfahrungen an.

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Twitter-User*innen total erstaunt: Wie denken Menschen eigentlich?

Die Reaktionen auf Twitter zeigten schnell, dass die Vielfalt an gedanklichen Strukturen in Wahrheit noch diverser und komplexer ist, als im ursprünglichen Tweet geschildert. Zum Beispiel: Während manche konstant in Satzform denken, tun andere das nur teilweise. Ein weiterer Unterschied besteht darin, ob man nur eine Stimme als Monolog oder mehrere Stimmen im Dialog hört.

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Um der Sache genauer auf den Grund zu gehen, startete ein*e Twitter-User*in eine Online-Umfrage. Knapp 59 Prozent der rund 20.300 Teilnehmer gaben an, in Form von Wörtern zu denken, 14 Prozent wiederum in Form von Konzepten und knapp 19 Prozent behaupteten, beides zu tun.

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"Inneres Sprechen": Was steckt wissenschaftlich dahinter?

Für die Wissenschaft stellen "inneres Sprechen" und "inneres Sehen" in vielerlei Hinsicht ein Rätsel dar: Warum und worüber denken wir in unseren "inneren Gesprächen" nach, und was für eine Wirkung haben diese Arten des Denkens auf uns?

Einige Psycholog*innen und Linguist*innen sind beispielsweise davon überzeugt, dass jeder letztendlich in verbaler Form denkt. Mindestens eine Studie beweist aber das Gegenteil. 2011 gaben zwei Forscher 30 Studenten mit Beeper ausgestattet. Jedes mal, wenn der Beeper ertönte, sollten die Teilnehmer ihre letzten paar Gedanken vor dem Geräusch beschreiben. Dabei stellten die Forscher fest, dass in 26 Prozent aller Proben ein inneren Monolog stattgefunden hat. Es gab aber auch individuelle Unterschiede, inwiefern und wie oft verschiedene Teilnehmer ein "inneres Sprechen" empfanden.

Übrigens: Ein "inneres Sprechen" empfinden auch taube Menschen. In einem Interview mit "The Atlantic" erklärt Charles Fernyhough, Professor an der britischen Durham University, dass viele taube Menschen in sprachlicher Form denken. Das kann visuell sein mit geschriebenen Wörtern oder Zeichensprache, aber auch zum Teil akustisch, je nachdem, zu welchem Lebenszeitpunkt eine Person ihr Gehör verloren hat.

  • Quelle:
  • Noizz.de