Mit deiner Angst vor neuen sozialen Kontakten bist du nicht allein: Haie bleiben ebenfalls jahrelang ausschließlich in den gleichen Cliquen. Wo diese sich immer treffen und was ihnen das bringt, hat eine neue Studie herausgefunden.

Du klebst an deinen alten Buddies, weil es dir einfach total unangenehm ist, neue Leute kennenzulernen? Du chillst immer an den gleichen Orten, damit dir bloß keine unbekannten Menschen über den Weg laufen, mit denen du dich im schlimmsten Fall auch noch unterhalten musst? Damit bist du nicht allein!

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Haie: Sozial aber socially awkward

Denn neue Untersuchungen, die in der Naturwissenschafts-Zeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht wurden, zeigen: Haie haben auf ihre gewisse Hai-Art auch Social Anxiety. Gleichzeitig stellten die Wissenschaftler*innen fest, dass Haie andererseits auch sozialer sind, als bisher vermutet. Verwirrt? Hier kommt die Erklärung.

Das Forschungsteam beobachtete das Verhalten der Grauen Riffhaie um das Palmyra-Atoll und stellte fest, dass diese Haie Verbündete hatten, zu denen sie nach individuellen Reisen zurückkehren und dass die Haie eher in Gemeinschaften als Einzelschwimmer leben. Der Studienzeitraum erstreckte sich über vier Jahre – und einige der beobachteten Haie blieben die ganze Zeit über zusammen in ihren Cliquen. Langjährige Hai-Freundschaften also.

Sind diese Haie eine Clique?

Abend-Treff am Riff

Insgesamt wurden 41 Haie mit Funkgeräten und Kameras ausgestattet, sodass ihre sozialen Muster nachverfolgt werden konnten. Dabei beobachteten die Forscher*innen, dass die Haie sich in engen sozialen Gruppen aufhielten. Die Tiere verbrachten häufig den Morgen mit ihrer Clique, verbrachten den Tag allein irgendwo im Ozean und kehrten abends zurück zu ihren Kumpels. Ganz schön sozial!

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Doch hier kommt der Faktor, der dich mit den sonst eher gefürchteten Tieren verbindet: Sie bleiben immer in der gleichen Clique! Und nicht nur das: Die Cliquen treffen sich auch immer am genau gleichen Ort im Riff. Die offensichtliche Erklärung dafür ist, wie Studienautor Yannis Papastamatiou von der Florida International University, sagt, die Sozialisierung der Haie. "Einen Teil des Riffs zu benutzen, hilft einem sozusagen, seine Freunde zu finden", schreibt Papastamatiou in einer Erklärung. "Es kann schwierig sein, soziale Bindungen aufrechtzuerhalten, wenn man im Ozean lebt, aber wenn alle Haie routinemäßig an dieselbe Stelle des Riffs zurückkehren, dann hilft ihnen das, ihre Gruppenstruktur zu erhalten."

Pflegen Haie also genauso enge Freundschaften, wie wir es seit "Findet Nemo" vermutet haben?

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Klatsch ist überlebenswichtig

Leider nein. Coole Spitznamen geben sie sich wohl nicht und Vegetarier-Klubs gründen sich höchstwahrscheinlich auch nicht. Doch auf oberflächliche Weise führen sie langjährige Beziehungen. Die Forscher*innen konnten zum Beispiel auch Unterschiede zwischen zufälligen Begegnungen mit anderen Haien und zielgerichteten Interaktionen mit Gruppenmitgliedern feststellen. Die Autor*innen der Studie heben jedoch hervor, dass Hai-Freundschaften eher zweckgebunden sind: In den Gruppen können beispielsweise wichtige Informationen über die Umgebung und Nahrung ausgetauscht werden: Ein bisschen wie der Klatsch und Tratsch bei uns Menschen – nur in überlebenswichtig.

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  • Quelle:
  • Noizz.de