Teures Equipment oder doch nur ein Alexa in der Küche: Mittlerweile gibt es viele verschiedene Arten, wie Hacker uns theoretisch abhören können. Doch es braucht dafür nicht einmal komplexe elektrische Geräte – schon eine Glühbirne kann manchmal reichen.

Cyber-Sicherheitsforscher haben in einer neuen Studie herausgefunden, dass es einen Weg gibt, über eine hängende Glühbirne in einem Raum die Gespräche darin abzuhören. Die sogenannte "Lamphone Attack" kann mit einer Distanz von bis zu 25 Metern zu den Belauschten funktionieren.

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Abhören mit einer Glühbirne: Wie funktioniert das?

Schallwellen, die beim Sprechen entstehen, sorgen für leichte Veränderungen im Luftdruck, wenn sie auf Gegenstände im Raum treffen, was zu minimalen Vibrationen führt, die auf die Glühbirne treffen. Ein elektrooptischer Sensor kann diese Vibrationen und damit Gespräche dann aufzeichnen. Dieser Sensor wird dabei einfach auf ein Teleskop angebracht, mit dem der Raum von weniger als 25 Metern Distanz beobachtet werden kann und funktioniert indem Licht in eine elektronische Strömung umgewandelt wird.

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Diese Stromwellen werden von einem Konverter in ein digitales Signal verwandelt, das dann an einem Laptop von einem optischem Signal in Audio konvertiert und ausgegeben wird. Der Sound den man erhält ist so klar, dass selbst die App Shazam Songs darüber erkennen kann. "Jeder Ton im Raum kann aus dem Raum gewonnen werden, ohne dass etwas gehackt werden muss oder ein Gerät im Raum sein muss", so die Wissenschaftler in ihrer Studie laut "Vice". "Man braucht nur die Sichtlinie zu einer hängenden Glühbirne."

Quelle: Noizz.de