Das beweist eine neue Studie.

Big Brother is watching you! Ja gut: Dass der Mensch seit der Nutzung des Internets immer gläserner wird, ist ja nicht neu. Vorlieben, Suchkriterien, Gewohnheiten: Alles wird fleißig von Krake Google dokumentiert und die wertvollen Daten weiterverarbeitet. Wissen wir. Was aber neu ist: Scheinbar schaut Google genau hin, sobald es naughty wird. Genauer: Sobald jemand auf einschlägigen Pornoseiten unterwegs ist, werden die Augen bei Google größer. Vielleicht blinken auch irgendwelche penisförmigen Alarmanlagen – so genau wissen wir das jetzt aber leider nicht.

Studie ANALysierte 22.484 Websites

Diese Informationen kommen von einer neuen Studie, aus der hervorgeht, dass knapp 22.500 Pornoseiten untersucht worden sind. Darunter natürlich Pornhub und Youporn. Besonders pikant: Die Studie ermittelte außerdem, dass 93 Prozent der eingefahrenen Porno-User-Daten weitergegeben werden. Übrigens werden die Google-Augen auch größer, wenn die User im Incognito-Modus unterwegs sind – Incognito ist hier also mal gar nichts. Ganz im Gegenteil.

Die Autoren der Studie kommentieren darüber hinaus, dass sich hier ein erhöhtes Risiko für User verbirgt: 45 Prozent der Pornoseiten lassen bereits in ihrer URL erkennen, um welchen genauen Inhalt es sich handelt. Sexuelle Präferenzen, die man also vielleicht lieber für sich behalten möchte, werden so ganz einfach in die Welt geplärrt.

Von jetzt an nur noch analogen Porno?

Vor den Datenbanken von Google kann man sich eigentlich nicht wirklich schützen, es sei denn, man greift zu analogen Alternativen: Erotische Romane, entsprechende Magazine oder, wenn man eher der visuelle Typ ist, ordentliches Aufstocken der eigenen DVD-Sammlung.

In der Studie wird zurecht darauf hingewiesen, dass vor allem Porno-Userverhalten eine ziemlich sensible Geschichte ist. Schließlich verfügt Google über privateste Infos von Privatnutzenden, die im schlimmsten Fall gegen sie verwendet werden könnten. Vor allem, wenn Vorlieben des einen oder der anderen sich möglicherweise nicht in einem heteronormen Rahmen bewegen. Hier werden also im höchsten Maße Rechte und Privatsphäre verletzt – ohne dass es bisher irgendwer mitbekommen hat. Krasse Sache. Von Google gab es einen ziemlich lauwarmes Statement zu der Studie in der New York Times, in der nur darauf hingewiesen wird, dass Google keine auf Nutzer zugeschnittene Werbung erlaubt. Klasse. Danke für nichts.

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Quelle: Noizz.de