Schluss mit den Genderstereotypen!

Die Frau freut sich, dass es endlich ein starkes Spüli gibt, womit sich das Geschirr wie von alleine abwäscht. Der Mann verkauft sein Auto per App oder schaut sich dort nach einem neuen Wagen um.

Frauen und Männer nehmen immer noch unterschiedliche Rollen ein. Im Beruf, zu Hause, in der Politik oder Wirtschaft. Wo dieser Gender-Konflikt ebenfalls präsent ist, ist in der Werbung. Das zeigt eine Studie des Agenturnetzwerkes Havas.

Die Studie zeigt, dass 47 Prozent der deutschen Männer und 55 Prozent der deutschen Frauen mit diesem veralteten Gender-Klischee in der Werbung unzufrieden sind. Die Befragten lehnen es ab, wie Frauen und Männer in den Werbungen gezeigt werden.

Unzufrieden klingt jedoch harmlos. Sagen wir doch einfach: geistlos, unreflektiert und ziemlich zurückgeblieben. „In einer Zeit, in der sich die Wahrnehmung für genderspezifische Fragen und Entwicklungen wandelt und modernisiert, sollte die Marketingkommunikation progressiv vorangehen“, sagt der Kreativchef von Havas Eric Schoeffler.

Und damit hat er verdammt recht. Es ist doch immer noch so, dass in den meisten Werbungen, und damit sind Werbespots, Plakate, Prospekte sowie andere Vermarktungsstrategien gemeint, dass die Frau im Büro neben dem sitzenden und erklärenden Mann steht, es rosa Ü-Eier nur für Mädchen gibt oder Männer während sie sich rasieren, Oberkörperfrei vor dem Spiegel stehen.

So sind nicht nur veraltetet Rollenklischees, sondern auch Sexismus ein Thema. Insbesondere, wenn es vom eigentlichen Produkt ablenkt. „Es ist Zeit für eine neue Art von Kommunikation, die durch den Verzicht auf Rollenklischees veralteten Denkmustern aufbricht und neue, zukunftsgerichteten Sichtweisen hervorbringt“, so Schoeffler.

Wie recht er hat!

Quelle: Horizont