Vergangene Woche verstarb der 32-jährige Daniel O. in einem Gefängnis in den USA. Die Todesursache: Er hatte sich mit einer Corona-Maske selbst stranguliert.

Ein Gefängnisinsasse mit dem Namen Daniel O. erhängte sich in einer Strafanstalt im US-Bundesstaat Connecticut mit Hilfe eines Mund-Nasenschutzes. Die Inhaftierten hatten die Masken zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit bekommen – und um die Verbreitung des Coronavirus innerhalb des Gefängnisses einzudämmen.

Der verstorbene Insasse war noch nicht verurteilt worden

Symbolbild: Maske tragen ist in vielen Orten Pflicht

Der Gefangene war am Mittwochmorgen mit einer Schnur um seinen Hals an seinem Schlafplatz tot aufgefunden worden. Er war erst Anfang August inhaftiert worden, sein Prozess wegen eines Raubüberfalls stand noch aus. Die Kaution von 10.000 US-Dollar konnte er nicht zahlen – sonst wäre alles vielleicht anders gekommen. Daniel O. wurde nur 32 Jahre alt.

In dem Selbstmord wird nun ermittelt

Aktuell wird zu den Umständen seines Todes ermittelt. Das sei bei Todesfällen hinter Gittern üblich, so die Pressesprecherin des Gefängnisses, Karen Martucci. Während der Ermittlung wollten sie besonders ein Augenmerk auf das Material der Masken werfen und herausfinden, wie es dem Häftling gelungen war, sich damit selbst zu verletzen. Über den Fall berichtete die "New York Times".

Symbolbild: Maske

Seit Anbeginn der Pandemie haben sich rund 14 Prozent aller Insassen im US-Bundesstaat Connecticut mit dem Coronavirus infiziert. Sieben Menschen sind bereits an dem Virus verstorben. Die Insassen sollen die ausgehändigten Masken tragen, wenn sie ihre Zelle verlassen und einen Gemeinschaftsraum betreten.

  • Quelle:
  • Noizz.de