Im Oktober flog das Objekt an der Erde vorbei.

Sein Auftauchen war eine Sensation. Mitte November flog Oumuamua an der Erde vorbei, ein 400 Meter langer Fels aus den Tiefen des Alls, in Form einer Zigarre oder auch eines Joints.

Die große Besonderheit des vermeintlichen Asteroiden: Er kommt aus einem anderen Sonnensystem – ein solches Objekt haben Astronomen in unseren Gebieten des Weltalls noch nie beobachten können.

Oumuamua – benannt nach dem hawaiianischen Wort für Kundschafter – stammt aus dem Sternbild Leier, nördlich von der Milchstraße gelegen. Durch seine ungewöhnliche Form, Größe und Zusammensetzung untersuchen einige Astronomen nun, ob es sich hier vielleicht um eine außerirdische Sonde handelt, vor Jahrmillionen gebaut. Teile des Himmelskörpers bestehen vermutlich aus Metall.

Mit einem riesigen Radioteleskop will man jetzt herausfinden, ob von Oumuamua Funksignale abgehen. „Diese Zigarrenform wäre die wahrscheinlichste Bauart eines intergalaktischen Raumschiffes, da sie die Gefahr von Beschädigungen durch Gase oder Staub verringert“, erklärte die Breakthrough Initiative.

Derweil fliegt Oumuamua weiter durch unser Sonnensystem. 2018 wird er Jupiter passieren, in den 2020ern Pluto. Man geht davon aus, dass jedes Jahr mehrere ähnliche Objekte in der Nähe der Erde auftauchen. Sie sind nur meist sehr dunkel und werden daher meist nicht entdeckt.

Quelle: The Atlantic