Immer mehr Menschen ernähren sich in Deutschland, vor allem in deutschen Großstädten, vegetarisch oder sogar vegan. Fleisch ist in Deutschland aber immer noch eines der beliebtesten Lebensmittel – zurecht?

Ganze acht Millionen Menschen verzichten auf Fleisch. In Zeiten des Klimawandels leistet der Verzicht auf Fleisch einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und Tierschutz. Dass Fleischkonsum für die Umwelt schädlich ist, wurde bereits bewiesen, doch wie sieht es mit unserer Gesundheit aus? Gesundheitliche Folgen hängen davon ab, welches Fleisch verzehrt wird und wie es zubereitet wird. In westlichen Zivilisationen wird größtenteils das Muskelgewebe von Tieren verzehrt, in anderen Teilen der Welt werden aber auch Innereien verarbeitet und gegessen. Innereien und Organe enthalten wesentlich mehr Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C, das überlebenswichtig ist. Das findet sich, wie wir wissen, aber natürlich auch in Obst und Gemüse.

Das richtige Protein für den Körper

Es gibt Proteine in den Nahrungsmitteln, die sozusagen "vollständig" sind. Sie enthalten über zwanzig Arten von Aminosäuren, die zur Herstellung neuer Proteine im Körper benötigt werden. Tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier und Milchprodukte sollen tendenziell gute Quellen für vollständige Proteine sein, während pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse und Samen oft eine oder mehrere essenzielle Aminosäuren fehlen, das fand eine Studie der Harvard Universität im Jahr 2019 raus. Dagegen mangelt es Fleisch an energiespendenen Kohlenhydraten und wertvollen Ballaststoffen und Spurenelementen.

Rotes Fleisch kann in großen Mengen unsere Gesundheit ernsthaft gefährden

Das gesündeste Fleisch, so Lebensmittelforscher, ist das von Fischen, denn es enthält ungesättigte Fettsäuren und Omega-3-Fette, die sich günstig auf den Cholesterinspiegel auswirken, jedoch findet sich mittlerweile auch Mikroplastik in vielen Fischen aus dem Meer. Forscher empfehlen außerdem den Konsum von rotem Fleisch (Lamm, Rind, Schwein) auf 500 Gramm pro Woche zu verringern, um das Risiko von Diabetes, Schlaganfällen und Darmkrebs nicht zu erhöhen. Auf verarbeitetes Fleisch wie Würste und Salami soll sogar ganz verzichtet werden. Fleisch an sich ist also nicht gefährlich für den Menschen, jedoch haben Menge und Zubereitung einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit.

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Quelle: Noizz.de