Augen auf vor Datendiebstahl!

Dank der modernen Technik können Familie, Freunde oder Bekannte an allem teilhaben, was in unserem Leben passiert. Schnell mit dem Smartphone ein Foto gemacht, vielleicht noch kurz bearbeitet und direkt hochgeladen.

Das funktioniert vor dem Badezimmerspiegel, im Restaurant, der U-Bahn – einfach überall. Und das Beste: Es ist egal, ob es die anderen interessiert, was in meinem Leben passiert: Sie sehen es, so oder so.

Social Media bedeutet eben auch, das eigene Leben nach außen hin so toll, sorgenlos und wichtig wie nur möglich zu präsentieren. Und mal ehrlich, uns fallen doch auf Anhieb mindestens fünf Freunde ein, die sich an irgendeinem Sandstrand mit Getränk in der einen und Peace-Zeichen an der anderen Hand abgelichtet haben, oder?

Das ist aber nicht ganz ungefährlich. Technisch begabte Kriminelle können anhand dieser Bilder nämlich eure Identität klauen. Wenn Belichtung und Entfernung zur Kamera stimmen, können eure Fingerabdrücke ausgelesen werden. Selbst bei drei Metern Abstand zur Kamera kann das gelingen.

Wirklich neu ist diese Methode übrigens nicht. Bereits 2014 wurde auf dem Chaos Communication Congress in Hamburg Fingerabdrücke von Ursula von der Leyen genommen. Alles, was dafür benötigt wurde: Eine alte Videoaufnahme von ihr.

Ist das wirklich schlimm?

Zumindest sollte jeder, der viel von sich im Netz verteilt, von der Möglichkeit des Datendiebstahls gehört haben. Es stellt auch niemand frewillig seine Handy- oder Bank-PIN ins Netz. Außerdem können Passwörter geändert werden, mit dem eigenen Fingerabdruck ist das schon schwieriger.

Es ist unwahrscheinlich, dass ihr euren Tresor oder eure Villa mit Augen- und Fingerscannern gesichert habt. Als Normalo muss man sich also keine Sorgen machen und kann weiter fröhlich vor sich hin posten.

Wenn die Fingerabrduck-Passwörter wichtiger in unserem Alltag werden, könnten die alten Fotos aber irgendwann gefährlich werden.

Quelle: stern.de