Sie ist bisher die Einzige, die den Flug überlebte.

Wir alle kennen Juri Gagarin, den ersten Menschen im All. Und Neil Armstrong, der bei seiner Mission auf dem Mond einen „kleinen Schritt für einen Menschen“, aber einen „riesigen Sprung für die Menschheit“ machte. Und wohl auch Laika, den ersten Hund im All.

Nur die erste Katze im All, die kennt niemand. 1963 wurde Félicette von der Sahara aus ins All geschossen und verbrachte in 157 Kilometer Höhe stolze 5 Minuten in Schwerelosigkeit.

Die Französin landete nach dem 13-Minuten-Flug wohlbehalten wieder auf der Erde. Im Labor wurde sie noch weitere Monate untersucht, um die Auswirkungen auf ihr Gehirn zu beobachten.

Die erste und einzige Katze im All, die den Flug auch noch überlebte, ist also in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, dachte sich Matthew Serge Guy, Creative Director einer Marketing-Agentur, und hat ein Crowdfunding ins Leben gerufen, mit dem er Geld für ein Félicette-Denkmal in Frankreich sammelt.

Tatsächlich ist der Katze schon einiges Unrecht widerfahren. So wurde sie laut Medienberichten fälschlicherweise schon für einen Kater mit dem Namen Felix gehalten. Auf Briefmarken aus dem Niger und Tschad, die sich auf das französische Raumfahrtprogramm beziehen, steht unfairerweise noch immer der männliche Name.

Mit dem Crowdfunding will Guy 40.000 Pfund sammeln, das sind umgerechnet rund 45.000 Euro. „Jetzt ist die Zeit, dass wir ‚Astrocat’ das Ehrenmal errichten, das sie verdient“, heißt es auf der Projektseite.

Darin wird hervorgehoben, dass die Katze – ebenso wie alle anderen Versuchstiere – den Flug unfreiwillig antrat. Das Experiment wurde im gleichen Jahr noch einmal wiederholt, doch diese Katze starb beim Absturz der Rakete. Danach stoppten europäische und US-amerikanische Weltraumagenturen Flüge mit Tieren ins All.

Die Statue soll in Félicettes Heimatstadt Paris errichtet werden. Wer spendet, erhält Beutel oder Poster mit Félicettes Porträtzeichnung. Bis jetzt sind 12.000 Euro zusammengekommen.

Andere Katzen hingegen leisten weniger als die Weltraumheldin – und haben trotzdem mehr Follower auf Instagram als du.

Quelle: Euronews