In zwei Jahren soll es in Kraft treten.

Wie die dpa heute verlauten ließ, sollen Plastikteller, Trinkhalme und andere Wegwerfprodukte aus Kunststoff in Europa künftig verboten werden. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich am Mittwochmorgen in Brüssel auf eine entsprechende Regelung.

Das Verbot soll dazu beitragen, die Unmengen Plastikmüll in der Umwelt und in den Weltmeeren einzudämmen. In Kraft treten werden die Änderungen voraussichtlich in etwa zwei Jahren.

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Wurde mal Zeit – oder?

Einerseits denkt man sich "ENDLICH!" – schon seit Jahren machen Organisationen wie etwa Green Peace darauf aufmerksam, wie negativ und weitreichend die Folgen von exzessiver Plastiknutzung für die Umwelt sind. Andererseits scheint dieser Beschluss jetzt einigermaßen schnell über die Bühne gegangen zu sein. Wenn das Verbot tatsächlich in zwei Jahren in Kraft tritt, dürfte das vor allem das Ende von kurzlebigen Nutzgegenständen bedeuten. Aber auch Produkte wie Feuchttücher, in denen ein gewisser Plastikanteil enthalten ist, sollen entsprechende Kennzeichnungen erhalten.

Und was heißt das jetzt konkret?

Wenn man sich im eigenen Alltag umschaut, merkt man schnell: Wir sind immer und überall von Plastik umgeben. Die Zahlen der Kunststoffbranche bestätigen dies: Nach Behördenangaben 2015 verzeichnete die Branche einen Umsatz von 340 Milliarden Euro und 1,5 Millionen Beschäftigte. Allerdings dürften die Verbote ein Ansporn für neue Technologien bedeuten, die umweltfreundlicher sind und den Planeten nicht so belasten. Die Argumente sind nämlich schlagend: Die EU-Kommission verspricht sich von ihrem Plan große Umweltvorteile.

Die Maßnahmen sollen den Ausstoß von Kohlendioxid um 3,4 Millionen Tonnen verringern. Bis 2030 könnten Umweltschäden im Wert von 22 Milliarden Euro vermieden werden, hieß es. Außerdem könnten Verbraucher bis zu 6,5 Milliarden Euro sparen. Die Kommission begründete den Vorstoß vor allem mit dem Schutz der Ozeane. Mehr als 80 Prozent des Mülls in den Meeren seien Plastik. Finden wir gut, dass sich da nun etwas tut.

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[Zusammen mit: dpa]

Quelle: Noizz.de