Die einen tragen sie gerne, die anderen halten sie für kompletten Schwachsinn. Es ist keine Untertreibung zu behaupten, dass Mundschutzmasken die Nation im Jahr 2020 gespaltet haben. Jetzt gibt es endlich die erste Studie, die zeigen soll, ob wir uns mit den Masken wirklich schützen können oder nicht.

Was wir bisher nur aus dem Urlaub in Ostasien oder aus Reportagen kannten, ist mittlerweile auch bei uns in Deutschland unspektakulärer Alltag: In Bussen, Bahnen, Supermärkten und Co. tragen wir Mundschutz. Der Grund grassiert seit nunmehr fast einem Jahr: das Coronavirus. Wie wirksam die dünnen Stoff- oder chirurgischen Masken wirklich sind? Wer weiß das schon ganz genau. Und da liegt aktuell ein großes Problem.

Die einen sehen es als ihre Verantwortung, Maske als Vorsichtsmaßnahme zu tragen, selbst wenn das Virus dadurch nicht vollends aufgehalten werden kann. Die anderen gehen zu Hunderttausenden ohne Maske auf die Straße – verweigern den minimalen Aufwand, weil sie sich in ihren Rechten und ihrer vermeintlichen Intelligenz beschnitten fühlen. Um einen der prominentesten Maskenverweigerer an dieser Stelle zu zitieren: Vegan-Koch Attila Hildmann, findet, "die Damenbinde, die du da in der Fresse hast", würde nichts bringen und sei sowieso nur eine Maßnahme, um uns auf dem Weg der Demontage unserer Demokratie gefügig zu machen.

Ein Forschungsteam aus Japan hat Experimente mit dem Coronavirus durchgeführt

Gut, dass wir so etwas wie die Wissenschaft haben, die mit Fakten aus Spekulation definitive Antworten macht. Auch in Sachen Mundschutzmasken ist es jetzt soweit. Ein Forschungsteam aus Japan hat sich der Frage angenommen, inwiefern das Tragen von selbigen in Times of Corona überhaupt sinnvoll ist.

Hierzu führten die Forscher*innen der Tokio Universität Experimente mit Covid-19 an Puppen mit einer Art Atemfunktion durch. Die Ergebnisse werden Maskenverweigerer*innen nun hoffentlich die Luft aus den Segeln nehmen. Es ist nämlich ähnlich wie bereits angenommen. Natürlich hält eine Stoffmaske einen potenziell tödlichen Virus nicht hundertprozentig ab, allerdings verringert sie das Risiko einer Ansteckung drastisch.

Es geht nicht nur um dich, sondern um deine Mitmenschen!

Laut der Studie reduziert eine Stoffmaske die eingeatmeten Viren um 17 Prozent, eine chirurgische Maske verringert das Risiko und reduziert die Virenmenge um 47 Prozent. Der beste Weg, sich zu schützen, ist die medizinische N95-Maske, sie verringert die eingeatmeten Viren um 79 Prozent.

Symbolbild: Wer ständig draußen unterwegs ist und eine Maske tragen muss, kann viele Pickel haben

Und nun die vielleicht wichtigste Erkenntnis, die eigentlich auch schon aus allen Ecken gepredigt wurde: Mit einem Mundschutz schützt du vor allem die Menschen um dich herum, solltest du das Virus in dir tragen. Eine Maske (sowohl Stoff- als auch chirurgisch) reduziert die Verbreitung des Virus bei deinem Gegenüber um ganze 70 Prozent.

  • Quelle:
  • Noizz.de