Du glaubst, 2020 ist ein Scheiß-Jahr? Corona ist nichts gegen das Pech, das die Dinos vor 66 Millionen Jahren hatten: Neue Forschungen ergaben jetzt, dass die Reptilien gestorben sind, weil der Asteroid an der "tödlichsten" Stelle eingeschlagen ist, an der er hätte einschlagen können.

Der Weltraumbrocken, der vor vielen Millionen Jahren auf einen Schlag 75 Prozent aller Arten – einschließlich der Dinosaurier – auslöschte, hatte richtig Fahrt drauf: Neue Forschungen haben ergeben, dass der Asteroid die Erde am "tödlichsten Ort" getroffen hat, an dem er hätte einschlagen können. Das Forschungsteam fand außerdem heraus, dass sich der Asteroid im "tödlichsten Winkel" befand, in dem er hätte aufprallen können – man geht davon aus, dass der Asteroid mit einer Neigung von bis zu 60 Grad über die Erdkruste gepflügt ist. Autsch.

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Symbolbild: Dinosaurier

Eine perfekte Kombination aus Aufprallwinkel und Aufprallort

Die Kombination vom Aufprallwinkel und Aufprallort haben wohl dazu geführt, dass die Klimakatastrophe so unfassbar schlimm wurde – und so viele Tierarten aussterben ließ. Damn! Die neuen Erkenntnisse wurden durch Untersuchungen am 200 Kilometer breiten Chicxulub-Krater in Mexiko gewonnen, durch die, zusammen mit Computersimulationen, ziemlich gut rekonstruiert werden kann, was damals genau passiert ist.

Professor Gareth Collins vom Imperial College London ist Teil eines internationalen Teams, das den Vorfall am Chicxulub-Kraters untersucht. Er beschreibt den Ort des Einschlagens und den Winkel als Auslöser eines "perfekten Sturms".

Denn: Durch das harte Aufprallen des Asteroiden wurden riesige Mengen Schwefel in die Atmosphäre geschleudert. Durch die Mischung mit Wasserdampf entstand ein "globaler Winter", den viele Spezies zum Opfer fielen.

Jeder andere Winkel wäre besser gewesen

"Bei 45 bis 60 Grad ist der Aufprall sehr effizient – wäre der Aufprall in einem flacheren oder viel steileren Winkeln erfolgt, wäre die Menge an Material, die in die Atmosphäre geschleudert und dadurch das Klima verändert hat, deutlich geringer gewesen", erklärte Professor Gareth Collins gegenüber "BBC News".

Der Professor ist außerdem überzeugt: "Es ist offensichtlich, dass der Einschlagsort selbst, zusammen mit dem Aufprallwinkel für einen perfekten Sturm sorgte. Der Großteil des Pflanzen- und Tierlebens auf der Erde erlag den krassen klimatischen Bedingungen, die der Asteroiden-Aufprall verursachte." Ganz nach Murphys Gesetz also – alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.

Heißt im Klartext: Wäre der Asteroid in einem bisschen anderen Winkel und an einer anderen Stelle eingeschlagen, hätten vielleicht ein paar Dinosaurier überlebt – und unsere Corona-Quarantäne wäre aufregender als jeder "Jurassic Park"-Film.

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Quelle: Noizz.de