Die ersten Tests liefen vielversprechend.

Rollmops, Konterbier, drei Löffel pures Öl – wenn es darum geht, den fiesen Kater nach einer wilden Partynacht mit reichlich Alkohol zu bekämpfen, gibt es die kreativsten Methoden. Besonders wirksam, geschweige denn appetitlich, sind diese aber meistens nicht. Und so schlägt man sich häufig einen ganzen Tag mit Kopfschmerzen und Übelkeit herum.

Das soll die Anti-Kater-Pille jetzt endlich ändern!

Ein Forscher-Team aus Kalifornien, bestehend aus einem Professor für Chemie-und Biomulekular-Technik und einem Experten für Leberkrankheiten, arbeitet gerade an der Pille, die dem Kater vorbeugen soll.

Inspiriert vom Alkohol-Abbau des Körpers, besteht die Anti-Kater-Pille aus drei natürlichen Enzymen, die auch in Leberzellen vorkommen. Diese sollen den Alkohol in „harmlose Moleküle“ umwandeln, die dann vom Körper ausgeschieden werden.

Die Idee klingt zunächst simpel, aber die Forscher mussten erst ein mal einen sicheren und effektiven Weg finden, wie die Enzyme die Leber erreichen.

Dafür muss jedes Enzym zum Schutz in eine spezielle Schale gehüllt werden.

Der Test der Kapseln an betrunkenen Mäusen lief erfolgreich: Innerhalb von vier Stunden sank der Blutalkoholwert um 45 Prozent. Außerdem war die Konzentration an Acetaldehyd, ein hochgiftiger, krebserregender Stoff, der verantwortlich für die bösen Kopfschmerzen und Übelkeit ist, viel niedriger als bei den nicht behandelten Mäusen.

Hangover-Pille gegen Schnapsleichen

Die Forscher erhoffen mit der Pille aber nicht nur einen katerfreien Genuss von Wein, Bier und Cocktails zu ermöglichen, sondern wollen dadurch hauptsächlich die vielen Fälle an Alkoholvergiftungen dezimieren. Denn bei 8 bis 10 Prozent aller Fälle in amerikanischen Notaufnahme-Stationen handelt es sich um Opfer einer Alkohol-Überdosis.

Derzeit wird noch an möglichen Nebenwirkungen der Pille geforscht. Sollten die Tests aber weiterhin positiv verlaufen, können in weniger als einem Jahr klinische Studien folgen. Bis dahin müssen wir auf den Rollmops zurückgreifen – oder einfach nicht so viel trinken.

Quelle: Noizz.de