Das Ein-mal-Eins der männlichen Weichteile.

Männliche Körper haben Hoden. So weit zum langweiligen Teil dieses Texts. Ab jetzt wird's spannend: Warum eigentlich? Warum außerhalb des Körpers? In welchem Lebensalter sind die Säcke am größten? Wieso tut ein Tritt in die Weichteile so weh, dass man kotzen muss, und warum hängen die beiden Eier versetzt untereinander?

Wenn du bereits alle Antworten auf diese Fragen kennst, dann bist du a) Arzt oder b) ein Lügner. Sei ehrlich: Du kennst sie nicht alle. Kein Thema, we got ya back. Hier kommen sieben Hoden-Facts, die dir alles erklären: das Universum. Den Sinn des Lebens. Welches das beste Album von Bob Dylan ist. Ob du erst das Sprudelwasser oder erst den Apfelsaft in dein Glas gießt. Und natürlich alles Wissenswerte über die männlichen Kronjuwelen.

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1 – Warum gibt es den Hodensack?

Die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen beträgt 36,6 Grad. Samenzellen sind Temperatur- und vor allem: Hitze-empfindlich. Am besten geht es ihnen zwischen 33 und 35 Grad. Bei einer konstanten Wärme von um die 37 Grad können langwierige Schäden entstehen. Deshalb gibt es den *Trommelwirbel*: Hodensack. Durch die Auslagerung in den Hodensack können die Samenzellen unter Körpertemperatur gehalten werden. Aber natürlich überlässt der Hodensack die Fruchtbarkeit seiner Zellen nicht dem Zufall.

2 – Warum verändert der Sack seine Größe?

Er verändert permanent seine Größe, um die Temperatur auszubalancieren. Ist es den Eiern zu kalt, wird er kleiner. Ist es zu warm, wird er groß. Biologische Basics: Je größer die Oberfläche eines Körpers, desto mehr Wärme wird abgegeben. Deshalb haben Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent größere Ohren, als ihre asiatischen Verwandten: um Wärme abzugeben. Der Hoden ist also ein bisschen wie die (hässliche) Tracking-Hose deines Onkels, die er mit praktischen Reißverschlüssen als Reaktion auf jedes Wetter hin verkürzen oder verlängern kann.

3 – Wie lange wachsen Hoden?

Zur Geburt sind die Hoden klein, in der Pubertät erhalten sie einen enormen Wachstumsschub. Ihre Maximalgröße erreichen die Kronjuwelen hingegen in den 40ern. Zum Alter hin werden sie wieder kleiner – das Resultat abnehmender Fruchtbarkeit.

4 – Warum sind die Eier versetzt?

Rechts ein Ei, links ein Ei. So sieht das aus im Hodensack. Die beiden Hoden hängen allerdings nicht auf einer Waagerechten, sondern vertikal versetzt – ein Ei ist höher als das andere. Der Grund ist, das sie so beim Gehen nicht aneinander reiben und damit – weitestgehend – keine Behinderung darstellen.

5 – Orgasmus ohne Hoden?

Jau. Die Hoden sind zwar für die Sperma-Produktion verantwortlich, aber nicht für den Orgasmus. Auch Kastrate (Männer, denen man den Hoden abgenommen hat) oder sterilisierte Männer können weiter Orgasmen haben.

6 – Sterilisation

Bei der Sterilisation (Vasektomie) des Mannes, werden die Samenleiter durchtrennt und die losen Enden im Anschluss verschlossen. Dadurch können keine Spermien mehr in die Samenflüssigkeit geraten. Nie wieder.

7 – Tritt in die Weichteile

Ein Tritt zwischen die Beine ist der schlimmste körperliche Schmerz, den sich ein Mann vorstellen kann. Warum ist das so? Die Rechnung ist einfach: Keine Knochen, keine Muskeln, viele Nervenenden. Heißt: Minimaler Schutz auf maximaler Angriffsfläche. Aber das ist nicht alles. Die Schmerzrezeptoren der Hoden sind mit Nerven der Magenregion und dem Vagusnerv im Gehirn verbunden – wird der Vagus überreizt, kann es zu Kopfschmerzen und Übelkeit kommen.

Haben wir noch was vergessen? Ah, ja: "Blood on the Tracks" – das beste Album von Bob Dylan ist "Blood on the Tracks".

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Quelle: Noizz.de