Rettet die Koalas und die Känguruinsel-Schmalfuß-Beutelmaus!

Seit Oktober wüten im Südwesten des australischen Kontinents verheerende Buschbrände. Zwar hat sich die Lage dank heftiger Regenfälle in den vergangenen Tagen etwas entspannt – gebannt ist die Gefahr durch das Feuer allerdings noch nicht. Zugleich wird immer deutlicher, welche Auswirkungen die Naturkatastrophe auf die Flora und Fauna des Kontinents hat.

Australische Wissenschaftler haben nun in einem Bericht eine erste Prognose über das Ausmaß der Katastrophe angefertigt. Demnach sind sechs Tierarten nach den Buschbränden akut vom Aussterben bedroht, wie "Buzzfeed News" berichtet. Am stärksten betroffen sind die Tiere, deren bereits vor den Bränden in einem kritischen Zustand waren.

Dazu gehören vor allem die Känguruinsel-Schmalfußbeutelmaus, der Braunkopfkakadu, die Hasting River Maus, der östliche Borstenvogel, der südliche Großflugbeutler und natürlich Koalas. So zählte man vor den Buschbränden alleinen von der Känguru-Insel-Schmalfußbeutelmaus nur noch 500 Exemplare. Alle Gebiete, in denen man zuvor die Beutelmäuse gesichtet hätte, seien vollkommen zerstört, so die Wissenschaftler.

Für den Braunkopfkakadu gestaltet sich die Lage ebenfalls nicht besser: 59 Prozent des Habitats, aus dem sie ihre Nahrung beziehen sind zerstört, alle 93 Nester, die im Rahmen eines Schutzprogrammes errichtet wurden, sind abgebrannt.

Südlicher Großflugbeutler
Foto: Toby Hudson / wikimedia Commons
Braunkopfkakadu
Foto: Aviceda / wikimedia Commons

Auch um die anderen vier vom Aussterben bedrohten Arten sieht es nicht besser aus. Man wolle den Tieren helfen, indem man Boxen als Nistplätze aufstellt und neue Bäume pflanzt. Auf der Känguruinsel seien in der ersten Woche nach den Buschbränden lediglich 39 Tiere gerettet worden. Darunter 32 Koalas, drei Kängurus, ein Wallaby, zwei Possums und ein Ameisenigel.

Für viele Vögel und Beuteltiere sind die Buschbrände in Australien zur Feuerfalle geworden. Vögel finden nach den Bränden keine Nahrung mehr und verhungern oder sterben bei dem Versuch ihre Nester vor den Flammen zu retten. Viele Beuteltiere, wie etwa Koalas sind keine Fluchttiere und reagieren zu langsam, wenn sie das Feuer bemerken. Auch Tiere, die nah am Boden leben, wie eben Mäuse, sind gefährdet.

Mehr zum Thema:

>> Nach den Buschbränden: Endlich regnet es in Australien

>> So retten Wombats andere Tiere vor den Buschbränden in Australien

>> Buschbrände in Australien: Retter werfen nun hunderte von Karotten aus dem Hubschrauber ab

Quelle: Noizz.de