Neben Klopapier sind in Deutschland offenbar auch Atemschutzmasken der absolute Renner. Diebe haben jedenfalls eine große Menge der Masken aus Kölner Kliniken in ihren Besitz gebracht. Es sollen von nun an stärkere Sicherheitsvorkehrungen in Krankenhäusern getroffen werden.

Diebe haben aus einem Lager der Kliniken der Stadt Köln 50.000 Atemschutzmasken gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, sei der Diebstahl im Stadtteil Mülheim am Montagmorgen von einer Mitarbeiterin bemerkt worden. Der Krisenstab der Stadt hat nun angeordnet, in allen Kölner Krankenhäusern Bestände der wegen des Coronavirus dringend benötigten Schutzausrüstung zu überprüfen und noch besser gegen Diebstahl zu schützen.

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Perfider Diebstahl von Atemschutzmasken

"Das ist eine neue Qualität des Diebstahls", sagte eine Sprecherin der Kliniken der Deutschen Presse-Agentur. "Wir reden hier über Artikel, die normalerweise einen Wert im Cent-Bereich haben, aber offensichtlich gibt es jetzt einen Markt dafür.“ Einen Engpass soll es in den Kliniken laut der Sprecherin nach dem Diebstahl aber nicht geben.

Tatsächlich ist ein solcher Diebstahl ziemlich unterste Kategorie: Menschen die in Krankenhäusern arbeiten oder behandelt werden, haben die Atemschutzmasken und jegliche Art der Ausrüstung dringend nötig. Gleichzeitig dürften die Diebe darauf spekulieren, die Masken auf dem Schwarzmarkt zu verticken – also aus der existenziellen Angst der Menschen ordentlich Geld zu schlagen.

Genau das Gegenteil von Solidarität

Nicht nur Kanzlerin Merkel plädiert dieser Tage für Solidarität und Empathie. Eigentlich sollte auch der gesunde Menschenverstand eines jeden einem genau das vorschreiben: Keine Panik schüren, schauen dass es allen gut geht und vor allem die Risikogruppe schützen. Ein Raub von 50.000 Atemschutzmasken aus einem Krankenhaus ist das genaue Gegenteil dessen.

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[In Zusammenarbeit mit dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de