Schlangen, Spinnen – und vielleicht sogar Krokodile? Die Angst mancher Badegäste vor Tieren, die Deutschlands Badeseen bevölkern, ist nicht ganz unbegründet. Oder doch? Wir haben euch sieben Tiere aufgelistet, denen wir beim Baden lieber nicht begegnen wollen – aber es wahrscheinlich werden.

Sommer, Sonne – Schlangenbiss? Viele Menschen fürchten sich davor, in Gewässern wie Flüssen oder Seen baden zu gehen. Doch wenn das Freibad zum Platzen voll ist, stehen sie schnell vor der Wahl: Schwitzen oder doch die Angst überwinden? Wir haben eine kleine Auswahl an Tieren erstellt, mit denen wir uns die Badeseen teilen – und von denen wir lieber nicht gewusst hätten. Ob ihr nach diesem Artikel noch mehr Angst habt oder – Vorsicht Wortspiel – ins kalte Wasser springt, sei euch überlassen.

1. Ringelnatter

Die Ringelnatter schwimmt genauso gerne wie du

Gleich zu Beginn ein kleiner Schock: Ja, es tummeln sich tatsächlich auch Schlangen an unseren Lieblingsbadestellen. Um genau zu sein: Ringelnattern. Auch wenn die bedrohlich funkelnden Augen, die gespaltene Zunge und glänzenden Schuppen "Vorsicht, tödlich" zu schreien scheinen, ist in Wirklichkeit das Gegenteil der Fall: Die Ringelnatter ist sehr scheu und nicht giftig. Einfangen solltest und darfst du sie aber trotzdem nicht: Wenn sie sich bedroht fühlt, kann sie durchaus zubeißen. Und angenehm ist das sicherlich nicht.

2. Piratenspinne

Die Piratenspinne dürfte so manchem Badegast Angst einjagen

Zugegeben, der wissenschaftliche Name der Piratenspinne klingt eher cool als gruslig: Pirata piraticus. So prickelnd wie "Fluch der Karibik" schauen, ist ihr Anblick aber nicht. Auf ihrem Vorderkörper befindet sich ein auffälliger Streifen, der bis zu den Augen reicht – und davon hat sie, wie bei Spinnen nun mal üblich, ganz schön viele: Acht Stück, die in drei Reihen angeordnet sind. Mit einer Länge von 4 bis 9 Millimetern (bei Männchen) wird die Spinnenart nicht gerade groß – doch zu einem fröhlichen Badetag gehört ein Treffen mit ihr sicherlich nicht.

3. Aal

Kann uns erspa(a)rt bleiben: Die Begegnung mit einem Aal

Dass man beim Baden dem ein oder anderen Aal begegnen kann, ist bekannt. Aber will man das auch? Ich meine – guckt euch den langen, glitschigen Körper, den aufgesperrten Mund und die starren Augen an! Manch einer mag Aal auf dem Fischbrötchen – da kann er meinetwegen bitteschön auch bleiben. Oder zumindest ganz weit weg von meiner Badestelle.

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4. Hecht

Dieser Hecht wurde von einem Angler gefangen

Wo wir schon mal bei gruseligen Fischen sind: Der Hecht ist der wohl gefräßigste Raubfisch in Deutschlands Seen. Er wird bis 1,20 Meter lang und ganze 25 Kilogramm schwer. Ihr erkennt ihn an seinem langgestreckten Körper, dem verlängerten Unterkiefer (der ihn schon irgendwie brutal aussehen lässt) und seinem Maul mit vielen großen und kleinen Zähnen. Der Hecht versteckt sich gerne zwischen Wasserpflanzen und lauert seiner Beute geduldig auf.

Er frisst alles, was in sein Maul passt – von Fischen, Lurchen über Wasservögel bis zu Kleinsäugern: Also passt auf eure jüngeren Geschwister auf. Kleiner Scherz. Aber eure Meerschweinchen solltet ihr vielleicht nicht unbedingt Baden schicken.

5. Pferdeegel

Pferdeegel sehen nicht besonders appetitlich aus

Diese schleimigen Zeitgenossen heißen Pferdeegel und können bis zu 15 Zentimeter groß werden – zum Glück nicht so groß wie ein Pferd. Denn auch wenn sie ungefährlich sind, sehen sie doch ein wenig egelig – äh – eklig aus. Bevor ihr es googelt: Ihre etwas gefährlicheren Verwandten, die Blutegel gibt es in deutschen Badeseen kaum noch.

6. Wels

Ein Wels kann extrem groß werden

Dieses Foto von einem riesigen Wels wurde nicht etwa in einem von Atommüll verseuchten See aufgenommen, wo Fische mutieren (sonst würde wohl kaum ein Mädchen daneben schwimmen): Nein, dieses Foto stammt aus Bayern und sagt sehr viel darüber aus, welch überdimensionale Fische sich unter uns tummeln, während wir nichtsahnend unsere Bahnen im See ziehen.

Ein Wels kann bis zu zwei Metern lang werden und auf seiner Speisekarte stehen Wasservögel und Enten, Menschen zum Glück nicht – es sei denn, man tritt in sein Laichplatz: Dann kann es zu Beißattacken kommen. Na schönen Dank auch.

7. Ausgesetzte Haustiere

Ein Krokodil kann mit seinem Kiefer sogar kleine Bäume zermalmen

Ihr findet dieses Bild eines Krokodils zu drastisch, um ausgesetzte Haustiere in deutschen Badeseen zu symbolisieren? Nun ja, da habt ihr vielleicht recht – vielleicht aber auch nicht! Erst im vergangenen Jahr will eine Spaziergängerin in Kirchheim unter Teck (Baden-Württemberg) drei der Reptilien in einem örtlichen Badesee entdeckt haben. Im Sommerloch avancierte die (nicht bestätigte) Sichtung zur Hammer-Story und verunsicherte nicht wenige Badegäste. Immer wieder gibt es Sichtungen und tatsächliche Bergungen von ausgesetzten Haustieren – von Fisch bis Schildkröte. Wer weiß, was verzweifelte Haustier-Besitzer*innen dieses Jahr in Deutschlands Seen verschwinden lassen wollen?

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Quelle: Noizz.de