Esst keine rohen Murmeltiere.

Als "Schwarzer Tod" ging sie als eine der verheerendsten Seuchen aller Zeiten in die Geschichte ein. Jeder dritte Europäer wurde vor etwa 700 Jahren innerhalb kürzester Zeit von der Pest dahingerafft. Jetzt ist sie zurück.

Zwei Chinesen sind an der tödlichsten Form der Seuche erkrankt, wie chinesische Medien berichteten. Laut Behörden, befinden sich die beiden Patienten aus der chinesischen Region "Innere Mongolei" in ordnungsgemäßer Behandlung.

Laut der Nachrichtenagentur Caixin seien die beiden zunächst im Chaoyang-Krankenhaus in Peking behandelt worden – wo nach ihrer Ankunft erstmal alle Stühle weggeschmissen wurden. Hygiene muss sein. Eine Ärztin, die die beiden dort behandelte, schrieb in den sozialen Medien, dass es sich bei den Patienten um ein Ehepaar handelt. Später wurde der Post gelöscht.

Die Lungenpest, unter der die beiden leiden, ist laut der Weltgesundheitsorganisation die schwerste Form der Krankheit. Sie sei die einzige Form, die durch das Einatmen von Atemtröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen wird. Sie entstehe manchmal durch unbehandelte Fälle der öfter auftretenden Beulenpest. Als Symptome können Fieber, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen und sich schnell entwickelnde Lungenentzündungen auftreten.

Laut dem chinesischen Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten bestehe für Einwohner Pekings jedoch kein Grund zur Sorge: Es würden alle Leute untersucht, die möglicherweise mit den beiden Patienten in Kontakt standen.

So ungewöhnlich der Krankheitsfall klingt – er ist keine Ausnahme: So wurden laut WHO weltweit mehr als 3.200 Fälle von Pest-Erkrankungen zwischen 2010 und 2015 gemeldet. 584 davon endeten tödlich.

Bereits Anfang des Jahres starb ein Paar in der Mongolei an der Pest, berichtete die Washington Post. Die beiden infizierten sich, indem sie die rohe Niere, Gallenblase und den Magen eines Murmeltiers aßen. Manche Mongolen glauben, dass die rohen Innereien eines Murmeltiers gut für die Gesundheit seien. Bloß nicht nachmachen!

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Quelle: Noizz.de