Die Paketdienste ächzen unter dem Online-Geschäft …

Auf die Paketdienste kommt in der letzten Woche vor Weihnachten eine Menge Arbeit zu. Wir haben vier Gründe gesammelt, warum ihr mit eurem Online-Weihnachtsshoppen nicht länger warten solltet:

1. Die höchste Auslastung steht direkt bevor

Die letzte Woche vor Weihnachten ist für die Paketdienstleister die intensivste. Die Bestellungen vom Wochenende werden am Montag aufgegeben, sodass Montag und Dienstag die Tage mit dem höchsten Paketaufkommen sein dürften.

Laut „Tagesschau“ hat der Paketbote „Hermes“ in diesem Jahr erstmals mit Kunden aus dem Onlinehandel Obergrenzen vereinbart. Sobald die Bestellungen diese Grenze überschreiten, muss sich der jeweilige Onlinehändler einen anderen Versandweg suchen.

Anders bei der Deutschen Post. Auf NOIZZ-Anfrage antwortete die „Deutsche Post DHL Group“: „Obergrenzen für unsere Großversender haben wir bei DHL Paket nicht geplant.

Und doch: Wer nicht genau weiß, über wen der Online-Händler die Ware verschickt, sollte versuchen, unterhalb der Obergrenze bleiben und rechtzeitig bestellen!

2. Eine neue Herausforderung für die Paketdienste

Von Jahr zu Jahr steigen die Sendungszahlen, da immer mehr Menschen online bestellen. Ein Ende ist nicht abzusehen. Gerade in der Weihnachtszeit stellen die Mengen die Paketdienste vor eine Herausforderung.

Der Bundesverband Paket und Expresslogistik rechnet im diesjährigen Weihnachtsgeschäft mit Zuwächsen zwischen 9 und 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Zu Spitzenzeiten werden dabei deutlich mehr als 15 Mio. Sendungen an einem einzigen Tag in den Netzen der Unternehmen befördert“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Daher haben die Zusteller aufgerüstet: 10.000 zusätzliche Aushilfskräfte und 12.000 zusätzliche Fahrzeuge gibt es bei DHL Paket. Bei Hermes arbeiten laut Tagesschau bis zu 6000 Mitarbeiter mehr als sonst, bei DPD 4000 und bei GLS 2500.

Ob das reicht, wird sich zeigen. Wer im letzten Jahr mit einer Bestellung auf den letzten Drücker Glück hatte, könnte dieses Jahr Pech haben.

3. Die Fristen der Post gelten nicht für die Bestellung!

Wer Vertrauen darin hat, dass man nicht unter den 10 Prozent ist, bei denen die Sendung etwas länger braucht, dem nennt die Deutsche Post folgende letztmögliche Einlieferungstermine, damit das Paket bis Weihnachten ankommt:

  • 22.12.2017 bis 10.00 Uhr in Postbank-Filialen, 21.12.2017 bis 18.00 Uhr in weiteren Partner-Filialen, DHL Paketshops oder DHL Packstationen

Doch Vorsicht: Diese Fristen sind nicht gleichzusetzen mit dem letztmöglichen Bestelldatum. Vieles hängt hierbei von dem Bearbeitungsprozess des Online-Händlers ab. In vielen Online-Shops gibt es daher den Zusatz: „Kommt vor Weihnachten an.“ Doch auch hier könnte es gerade in der Vorweihnachtszeit zu Störungen und Überlastung kommen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, bestellt also mit Vorlauf.

4. Schludernde Paketzusteller und -innen

Ganz ehrlich, es braucht nicht das Weihnachtsgeschäft, damit eine Sendung unpünktlich kommt. Wer kennt die Warterei auf ein Paket nicht, bis man irgendwann mal nachfragt und erfährt, dass die Sendung auf einer Poststation liegt, weil man angeblich nicht da war.

Auf NOIZZ-Anfrage verweist die Deutsche Post auf die Statistik: „90 Prozent der Pakete erreichen ihre Empfänger dabei bereits am nächsten Werktag.“ Doch natürlich könne es aus „unterschiedlichen Gründen zu betrieblichen Problemen kommen“ oder „kann auch dem Zusteller einmal ein Fehler passieren“.

Daher: Rechtzeitig bestellen, damit noch Zeit bleibt, das Paket zu finden!

Doch auch bei der privaten Konkurrenz scheinen die Paketboten kreativ zu sein:

Sollten wir euch überzeugt haben und die Bestellung rechtzeitig angekommen sein, dann dankt nicht (nur) uns, sondern auch dem Zusteller oder der Zustellerin. Soll auch dabei helfen, dass das Paket auch das nächste Mal heil ankommt!

Quelle: Noizz.de