In Kanada wurden die Bällchen jetzt sogar verboten.

Die "Goddess Vaginal Detox Pearls" sind kleine, mit Kräutern gefüllte Bällchen. Mithilfe eines Plastik-Werkzeugs können die Perlen in die Vagina eingeführt werden. Bis zu 48 Stunden sollen die da drin bleiben. Sie sollen Periodenkrämpfen lindern, unangenehme Gerüche bekämpfen, und bei Trockenheit oder beim "detoxen von einem Ex-Liebhaber" helfen. Doch in Wahrheit sind die Bällchen nicht nur Unsinn, sondern auch gefährlich – die Kanadische Gesundheitsbehörde verbietet sie nun sogar.

Das Verbot ergab sich nun als Reaktion auf eine Untersuchung der Perlen durch die kanadische Rundfunkgesellschaft "CBC". Schon zuvor wurde vor dem Produkt gewarnt. Die Perlen enthalten nämlich neben Kräutern auch den Stoff Borneol, der schon im Jahr 2002 von Kanadischen Behörden als toxisch eingestuft worden ist.

Dabei muss die Vagina nicht von irgendwelchen äußeren Kräften gereinigt werden. Am allerbesten macht sie das einfach selber. In einem ganz natürlichen Prozess hält die Vagina ihren pH-Wert intakt – andere Einflüsse wie Seife stören diesen Prozess nur. Die beste Form der Vagina-Pflege ist also: keine Vagina-Pflege.

Das Etablieren von vaginalen Pflegeprodukten baut auf die Unsicherheit von Frauen, dass sie "zu stark" riechen würden und der Grund für vaginalen Geruch eine nicht ausreichende Pflege ist. Das argumentiert auch die Journalistin Rose George in einem Artikel in der britischen Tageszeitung "The Guardian". Sie sagt, dass Frauen gar nicht wissen, wie gut sich ihre Vagina selber reinigen kann, weil die Kosmetikindustrie dafür viel zu groß ist.

Also Leute, bitte: steckt euch keine Detox-Perlen in eure Vagina, und lasst sie einfach selber ihren Job machen. Das kann sie von alleine schon sehr gut. 

>> Argentinierin stirbt, weil sie sich Petersilie in die Vagina steckt

>> Du kannst jetzt Vagina Geruch bei Amazon bestellen

Quelle: Noizz.de