Dealer und Börsenmakler: Die beiden Berufe scheinen sich in vielen stereotypischen Eigenschaften zu ähneln. Skrupellos, geldgeil und gerissen. Doch mal Karten auf den Tisch – welcher Beruf lohnt sich finanziell mehr?

Klar, Journalismus ist echt ein toller Beruf – wenn du verarmen willst. Aber wer hat nicht schon mal von der Villa in Calabasas, dem übergroßen Off-White-Mantel oder der verschwenderischen Taxifahrt nach einer Partynacht im Edel-Club geträumt? Wer wirklich großes Geld machen will, muss sich wohl eher Berufen zuwenden, die ein bisschen mehr Risiko verlangen – dich dafür aber auch mit ein bisschen mehr Kohle verwöhnen. Börsenmakler zum Beispiel. Oder Dealer. Aber welcher Beruf lohnt sich im Endeffekt mehr?

El Chapo oder Wolf of Wallstreet – das ist hier die Frage

Beide Berufe kommen mit einigen Risiken daher. Aktien sind immerhin einer der lukrativsten aber auch zuweilen auch eine der unstabilsten Geldanlagen, die es gibt. An einem Tag kannst du alles haben, am anderen gar nichts mehr, wenn du zu hoch pokerst. Und Drogen dealen ist ... na ja, das ist halt illegal. Im schlimmsten Falle droht dir eine Gefängnisstrafe von bis zu 15 Jahren.

Tatsächlich geht in beiden Berufen die finanzielle Spannweite des potenziellen Gehaltes weit auseinander. Jeder muss erst mal aufsteigen, um das große Geld zu verdienen – das ist hier nicht anders. Wir haben ein Blick auf Gehaltschecks geworfen, um zu sehen, welcher Beruf wirklich das große Geld bringt.

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Drogendealer: Schneller Aufstieg, großes Risiko

Zum Gehalt eines Drogendealers gibt es mehrere Berichte. Das Online-Magazin "Jetzt" berichtet zum Beispiel von einem Grasdealer, der an Endverbraucher vertickt – und um die 4.000 Euro im Monat verdient. Als Einsteiger. Von ähnlichen Werte berichtet "ze.tt". Wenn du in der Nahrungskette ein bisschen weiter oben stehst – sprich der Dealer bist, der an andere Dealer verkauft – dann kann sich dieser Wert auch gerne mal verdoppeln. Wenn dann auch noch andere Drogen als Cannabis ins Spiel kommen, beispielsweise Ecstasy, sind das bis zu 10.000 Euro im Monat, so "Vice".

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Börsenmakler: Bescheidener Einstieg, langfristige Belohnung

Als Börsenmakler, als Teil des Systems sozusagen, musst du erst mal mit einem "kleineren" Einstieg rechnen. In Deutschland sind das am Anfang zwischen 2.500 Euro und 3.000 Euro im Monat. Nach zehn Jahren im Game kann sich das dann fast verdoppeln, so mehrere Berichte. Die obere Grenze befindet sich dann um die 10.000 Euro.

Ausnahmen bestätigen jede Regel – so gibt es natürlich auch Drogendealer, die mehrere Zehntausend Euro im Monat verdienen und Börsenmakler, die Millionen auf dem Konto haben. Abgesehen vom monatlichen Verdienst sind es wahrscheinlich auch eher die Börsenmakler, die viel Geld auf dem Konto sitzen haben. Die investieren meistens ihr Geld und vermehren es unabhängig des Monatsgehalts. Außerdem fangen die meisten Drogendealer mit dem Dealen an, um ihren eigenen Bedarf zu finanzieren. Ein Lebensstil, der in der Regel sehr verschwenderisch ist.

Fakt ist – wer schnell viel Geld braucht und Bock auf illegale Geschäfte hat, ist als Drogendealer ganz gut aufgehoben. Wem finanzielle Sicherheit über einen langen Zeitraum am Herzen liegt, und wer kein Problem hat, am Rückgrat einer oft unfairen und skrupellosen Marktwirtschaft zu arbeiten – der sollte sich am Besten auf schnellstem Wege zu Peek und Cloppenburg machen und den neuen Hugo-Boss-Anzug anpassen lassen – die Börse ruft.

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Quelle: Noizz.de