Dass das Corona-Virus im Laufe der Zeit mutieren könnte, war seit Beginn des Ausbruchs klar. Nun hat eine US-amerikanische Studie gezeigt, dass eine neu eingetretene Mutation dafür sorgen könnte, dass das Virus noch schneller in die menschlichen Zellen gelangt.

Wenn sich Zellen teilen, also vermehren, können Mutationen entstehen. Menschen, Tiere und Viren sind von diesem Grundprinzip des Lebens gleichermaßen betroffen. Mutationen sind zufällige Fehler im Gencode, die in der Regel einfach gar nichts bewirken. Ab und zu aber eben doch.

Coronavirus kann mutieren – ebenso wie eine gewöhnliche Grippe

Am jährlich zirkulierenden Grippevirus merkt man das Prinzip auch. Wer krank wird und sich danach wieder erholt, sollte eigentlich die nötigen Antikörper besitzen, um die Grippe kein zweites Mal zu bekommen. Spätestens ein Jahr später haben wir uns meist doch wieder infiziert, manchmal sogar wenige Wochen nach der ersten Krankheit. Der Grund ist, dass sich das Grippevirus durch Mutationen immer wieder ein bisschen verändert und unsere Körper quasi immer wieder von einer neuen Krankheit befallen wird, für die wir jedes Mal spezifische Antikörper produzieren müssen.

>> Typ stirbt bei illegalem Corona-Rave mit 4.000 Menschen – Teenagerin bei zweitem Rave wohl vergewaltigt

Sobald "D614G" in eine Zelle eingedrungen ist, zwingt es diese dazu, unzählige neue Kopien von ihm zu produzieren. Danach platzt die Zelle, die Viren treten frei und suchen sich eine neue Zelle

Vor wenigen Wochen entdeckten Forscher*innen im US-amerikanischen Kalifornien eine neue Covid-19-Variation mit dem Code D614G, wie"Scripps Research" berichtet. Dieser kommt nach Untersuchungen aus Europa und Nordamerika und ist dort auch die dominante Corona-Form. Labortests zeigten, dass diese Form schneller und leichter in menschliche Zellen gelangt. Über den Krankheitsverlauf an sich sagt das zwar nichts aus, aber die Infektionsgeschwindigkeit und -Wahrscheinlichkeit ist hier schneller und größer als beim ursprünglichen Erreger.

>> "Sex Island": Las Vegas Resort wirbt mit Corona-Sex-Fest

Bisher gibt es allerdings keine weiteren, internationalen Studien, die dieses Ergebnis bestätigen können. Vor allem fehlt der Beweis, dass sich das Virus außerhalb des Labors genauso verhält, wie bei den Studien. Sollte das Team aus Kalifornien allerdings recht behalten, könnte ein globaler Anstieg an Corona-Infektionen die Folge sein.

Quelle: Noizz.de