Tiere scheinen also auf irgendeine Art und Weise Vorahnungen zu haben.

Buschbrände, wie das jüngste in Australien sind zerstörerisch. Sie können von uns Menschen aber eingeschätzt werden. Wir kennen sogar Jahreszeiten, in denen wir mehr Brände als sonst erwarten können. Erdbeben oder Tsunamis sind weniger vorhersehbare Naturkatastrophen.

Im Jahr 2004 sind in Thailand während des Tsunamis keine Wildtiere umgekommen, weil sie "wussten", dass eine Megawelle auf sie zukommt.

Einige Fälle aus der Vergangenheit zeigen, dass neben dem Menschen zwar auch Tiere von Naturkatastrophen betroffen sind, aber dem Menschen "einen Sinn voraus sind". Sie spüren, dass eine Katastrophe auf sie zukommt.

Hier einige Beispiele, die überzeugen.

#1 Chinesische Weisheiten

Schlangen sind sensible Tiere, die vieles Wahrnehmen

In China wurde in den 70er Jahren auf die alte Weisheit gehört, die besagt: Wenn ein Erdbeben bevorsteht, verhalten Tiere sich merkwürdig. Auf dieses Wissen vertrauten auch die Bewohner der chinesischen Stadt Haicheng – einen Tag vor einem Erdbeben der Stärke 7,3 im Jahr 1975 . Ein eindeutiges Vorzeichen für ein Erbeben soll zum Beispiel sein, wenn Schlangen aus ihrem Winterschlaf erwachen und plötzlich an ungewöhnlichen Orten auftauchen. Der Weisheit nach ist auch Vorsicht geboten, wenn Hunde grundlos nervös und aggressiv sind, Pferde, die sonst zahm sind, scheu werden und Hühner, versuchen auf Bäume zu fliegen. An dem besagten Tag vor dem Erdbeben deuteten die Bewohner das Verhalten der Tiere richtig und evakuierten zu ihrem Glück die Stadt und verhinderten eine riesige Tragödie.

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#2 Österreichische Gämse

Gämse in den Bergen

Eine verheerende Lawine überraschte 1999 eine österreichische Ortschaft und tötete dabei 31 Menschen. Das Ereignis ging in die Geschichte als Lawinenkatastrophe von Galtür ein. Die Dorfbewohner berichteten, dass Stunden bevor die Lawine das Dorf erreichte, Gämse, eine Gattung der Ziegen, runter ins Dorf gekommen sein sollen. Normalerweise sind Gämse scheue Tiere, die hoch auf den Bergen leben.

#3 Elefanten

Asiatischer Elefant

Eine der schlimmsten und tödlichsten Umweltkatastrophe unserer Zeit war mit unter der Tsunami in Thailand im Jahr 2004. Sie kostete 200.000 Menschen das Leben. Ein Elefantenführer beobachtete am Tag des Tsunamis ungewöhnliches Verhalten seiner Elefanten. Sie wollten nicht in Richtung Küste laufen. Die sonst so gehorsamen Tiere wehrten sich merklich und schienen auffällig nervös zu sein. Ein paar der Elefanten waren sogar in der Lage, aus ihren Ketten auszubrechen und Stunden vor dem Einschlagen der Welle in den Wald zu fliehen.

Diese Beobachtungen sind keine Seltenheit: "National Geographic" berichtet in einem Artikel, dass es unzählige historische Aufzeichnungen von Tieren gibt, die Orte Tage vor einem Erdbeben verlassen.

Tiere scheinen also auf irgendeine Art und Weise Vorahnungen zu haben. Jetzt versuchen auch Wissenschaftler, das geheimnisvolle Phänomen zu erklären. Sie gehen davon aus, dass Tiere Änderungen in der Atmosphäre, zum Beispiel Veränderungen der Luftfeuchtigkeit, bemerken. Das erklärt auch, warum Bienen schon lange vor einem Sturm in ihrem sicheren Stock sind.

Tiere können, so die Wissenschaftler, auch elektromagnetische Wellen und geophysische Signale fühlen. Sie werden meistens einige Stunden vor einem Erdbeben oder aus einem Erdbeben resultierenden Tsunami ausgestrahlt, sagte Veterinär und Forscher Mitsuaki Ohta in der Real Wild Dokumentation "Sense Of Danger: How Animals Anticipate Disasters".

Aus dem Verhalten von Tieren können Menschen noch so einiges lernen und erfahren. Und vielleicht kann man bald wirklich von einem Sixt Sense der Tiere sprechen.

Quelle: Noizz.de