Na dann kann’s ja mit der Umsiedlung los gehen.

Elon Musk, der mit seinem Raumfhart-Unternehmen Space X die Vision einer Marskolonie hat, wird sich freuen, denn: Forscher erstmals einen See aus flüssigem Wasser auf dem Mars gefunden. Also: Der Bowie-Song „Life On Mars“ ist mehr Realität denn je. Denn flüssiges Wasser bedeutet Leben.

Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Der rund 20 Kilometer breite See liegt demnach rund 1,5 Kilometer unter dem Eis des Mars-Südpols. Das berichtet ein Team um Roberto Orosei vom italienischen Nationalen Institut für Astrophysik in Bologna im US-Fachblatt „Science“. Anzeichen für Leben in dem Marssee lassen sich aus den Radarbeobachtungen mit der Raumsonde „Mars Express“ der europäischen Raumfahrtagentur Esa allerdings nicht ablesen.

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Die Beobachtung beende eine jahrzehntelange Debatte über die Existenz von flüssigem Wasser auf dem Mars: Ausgetrocknete Flussläufe und Sedimente zeigen, dass es auf dem Roten Planeten vor Jahrmilliarden flüssiges Wasser gegeben haben muss. Damals war das Klima dort wärmer und die Marsatmosphäre dichter als heute. Sogar ein ganzer Ozean könnte weite Teile des jungen Mars einst bedeckt haben.

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Für Elon Musks Mars-Projekt gebe es, trotz der neuen Entdeckung aber noch ein weiteres Hindernis: Dauerhaft kann flüssiges Wasser an der Marsoberfläche heute nicht existieren. Seit mehr als 30 Jahren vermuten Forscher jedoch, dass es unter dem Eis der Polkappen Taschen mit flüssigem Wasser geben könnte - ähnlich den unterirdischen Seen der Antarktis und Grönlands auf der Erde. Die „Mars Express“-Radardaten bestätigen nun diese Vermutung.

[Text: Zusammen mit dpa]

  • Quelle:
  • dpa