... damit ihr eine besonders ruhmreiche Sternschnuppenzählung hinlegt.

Der August ist ja bekanntlich nicht nur der beste Monat des Jahres (… als Löwe kann ich gar nicht anders, als das über meinen Geburtstagmonat zu sagen), sondern auch der sternschnuppenreichste!

Am kommenden Wochenende wird es richtig crazy: Mit bis zu hundert Sternschnuppen in der Stunde steht uns ein wahres Wunschkonzert bevor. Höchste Zeit also, sich nochmal schnell einen Überblick zu verschaffen, um dem hübschen Himmelsspektakel gut vorbereitet entgegenzufiebern.

1. Was genau sehe ich da?

Die Perseiden kommen! Und nein, damit ist kein kriegerisches Heer des antiken Griechenlands gemeint, sondern ein Meteorstrom. Benannt sind die hellen Leuchtkörper nach dem Sternbild Perseus, dem sie scheinbar entspringen.

Dabei sind die Meteore keine herabfallenden Sterne (… ein zerplatzter Kindheitstraum mehr), sondern Trümmer des Kometen „109P/Swift-Tuttle“, der die Sonne alle 130 Jahre umkreist. Dabei verliert er immer wieder ein bisschen Masse, die er als Schweif – wie eine kleine Dreckspur – hinter sich herzieht.

Tritt eines dieser Trümmerteilchen in die Erdatmosphäre ein, verglüht es – und wird zur Himmelserscheinung, die uns Menschen als romantisch verklärte Sternschnuppe erscheint.

Bisschen ernüchternd, wenn man drüber nachdenkt. Ich werde mir trotzdem bei jedem einzelnen Aufblitzen etwas wünschen und weiterhin nach herabgefallenen Sternen suchen.

2. Wann findet das Spektakel statt?

Nachdem wir die wissenschaftliche Seite des Phänomens nun wieder so gut wie möglich verdrängt haben, wollen wir uns den interessanteren Fragen widmen: Wann zur Hölle kann ich mir den Lichterregen anschauen?

Die Perseiden fliegen vereinzelnd schon seit dem 17. Juli über den Himmel, am besten wird der Strom aber in der Nacht vom 12. auf den 13. August (Sonntag auf Montag) sichtbar sein – denn dann werden hunderte über den Himmel flitzenden Perseiden erwartet. Ab circa 22 Uhr geht es los, je später und dunkler, desto besser. Wer einen guten Spot gefunden hat, kann eigentlich die ganze Nacht bleiben – bis es gegen fünf Uhr morgens wieder zu hell wird.

Wach bleiben lohnt sich Foto: Conner Baker / Noizz.de

3. Warum der Schauer dieses Jahr besonders schön werden soll

2018 haben wir ziemlich Glück mit den Perseiden. Denn obwohl sie schon seit tausenden Jahren alljährlich wiederkehren, sieht man sie nicht immer gut. Schuld ist der Mond, der das Schauspiel nicht selten „überscheint“, wie zum Beispiel auch im vergangenen Jahr. Weil der sich dieses Wochenende aber als schlanke Neumond-Sichel die ganze Nacht unterhalb des Horizonts befindet und zudem schönes Wetter angekündigt ist, spricht alles für optimale Lichtbedingungen.

4. Wo werden die Perseiden zu sehen sein?

Normalerweise ist das ja so: Irgendein supergehyptes Himmelsspektakel steht an, ist dann aber nur irgendwo über dem indischen Ozean zu sehen – und der westliche Ottonormalverbraucher steht nicht auf der Gästeliste. Die Periden halten es da lockerer. An ihrer Party darf die gesamte Nordhalbkugel teilnehmen. Deluxe!

Das Sternbild Perseus geht übrigens gegen 22 Uhr im Nordosten auf und bildet den sichtbaren Ursprung des Schauers. Also Kompass ausleihen und immer schön in die richtige Richtung spähen!

5. Wie finde ich den perfekten Spot?

Sucht euch ein Plätzchen, an dem ihr eine möglichst freie Sicht nach Nordosten habt und viel vom Himmel seht – schließlich wollt ihr den „Flug“ der Sternschnuppen so lange wie möglich verfolgen. Die Umgebung sollte möglichst dunkel sein, denn eine zu starke „Lichtverschmutzung“ schwächt den Kontrast am Nachthimmel. Also raus aus der Stadt, eine möglichst freie Fläche suchen, Decke ausbreiten, auf den Rücken legen und abwarten.

Pro-Tipp 1: Eure Augen brauchen etwa eine Dreiviertelstunde, um sich an die Dunkelheit gewöhnen. Bringt also etwas Geduld mit. Auch ein bisschen Musik macht das Warten angenehmer.

Pro-Tipp 2: Nehmt eure Lieblingsmenschen mit, zusammen sind solche Erlebnisse nämlich immer am schönsten. Und Kaffee statt Wein einpacken, ihr wollt das ganze schließlich nicht verschlafen!

Quelle: Noizz.de