Die Regeln drehen sich um Wiedergeburt, Sumo-Ringen und medizinische Untersuchungen.

In keiner Religion sind Frauen gleichberechtigt. Die theologischen Begründungen drehen sich um Unreinheit und häusliche Pflichten. Bereits im christlichen Schöpfungsbericht entsteht die Frau aus dem Mann.

Anschließend ist es die Frau, die die Erbsünde begeht und auch noch den Mann verleitet, es ihr gleich zu tun. Dass Frauen nicht Priesterinnen werden dürfen und einige Muslime Frauen nicht die Hand schütteln, ist durch öffentliche Diskurse bekannt geworden. Doch auch in anderen Religionen gibt es kuriose, frauenfeindliche Gebote.

Das Ziel der buddhistischen Praxis ist, die Erleuchtung zu erlangen. Zuvor muss der Buddhist einen Kreislauf der Wiedergeburt durchleben. Im Theravada-Buddhismus ist es für die vollständige Erleuchtung notwendig, einen männlichen Körper zu haben. Eine weibliche Wiedergeburt wird als Strafe für schlechtes Verhalten angesehen.

Weibliche Nachkommen sind bei Buddhisten weniger beliebt

Eine Scheidung ist im Judentum nur möglich, wenn der Mann dem zustimmt. Nur mit einem Bestätigungsbrief, "Get" genannt, ist Frauen ein Neuanfang mölich. In Israel gelten Frauen sogar vor dem Gesetz als verheiratet, bis der Mann zustimmt.

Ohne die Unterschrift des Ehemanns bleibt ein Paar verheiratet

Im Buddhismus, aber auch im Hinduismus, gelten Frauen während ihrer Menstruation als schmutzig und unrein. Deshalb dürfen sie während dieser Zeit keinen heiligen Tempel betreten.

Auch für Touristen gilt die Regel

Der gleiche Grund steckt hinter der Regel, dass der Ring beim Sumo-Kampf von Frauen nicht betreten werden darf. Aufgrund ihrer monatlichen Blutung gelten sie als unreine Wesen. Der als heilig verehrte Dohyo, der Kampfring, darf nach shintoistischem Brauch nicht beschmutzt werden.

Vor jedem Kampf gibt es Reinigungsrituale. Die Kämpfer spülen sich den Mund mit Wasser aus und streuen Salz in den Ring. Sollte sich ein Ringer verletzen und bluten, wird der verschmutzte Sandfleck weggekratzt und mit Salz gereinigt.

Den Kampfring dürfen Frauen auf keinen Fall betreten

Das Königshaus Saudi-Arabiens hat sich dem Wahhabismus verschrieben, einer streng-konservativen Richtung des Islams. Im Gesundheitswesen herrscht strikte Geschlechtertrennung. Patientinnen werden hauptsächlich von Frauen behandelt.

In streng religiösen Praxen und Krankenhäusern kann es passieren, dass vor einer Behandlung die Einwilligung des männlichen Vormunds erforderlich ist, etwa des Ehemanns, Vaters, oder Bruders.

Ist kein männlicher Verwandter vorhanden, muss der Gouverneur zustimmen.
  • Quelle:
  • Noizz.de