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Wir sprachen mit den Filme-Machern.

Schluss mit Pappbechern! Nutzt Thermobecher! Oder Tassen! Oder trinkt halt einfach nix. Das hätte man in drei Sätzen sagen können. Aber die Uni Tübingen sagt es in einem vierminütigen Kurzfilm. Mit einem Superhelden: Trash Max. Und wir müssen sagen: So cool waren unsere Studenten-Projekte nie.

Trash Max kämpft für die nächste Generation, von denen er die Hilferufe empfängt. Es wird zu viel Müll produziert, vor allem die Kaffee-Becher sind zu viel geworden!

Wir sprachen per E-Mail mit Macherin Carina Diener und der Abfallbeauftragten der Universität, Annette Eissler.

NOIZZ: Das Video wurde vor den Vorlesungen gezeigt. Wie kam es bei den Studierenden an?

Diener/Eissler: Wir konnten tatsächlich noch kein umfangreiches Stimmungsbild einfangen, aber bislang: super.

NOIZZ: Was ist Trash Max für ein Superheld? Ein mit seiner Macht zweifelnder Anti-Held wie Peter Parker oder ein selbstbewusster Egozentriker wie Dr. Strange?

Diener/Eissler: Trash Max ist auf jeden Fall ein Anti-Held, der einsam durch die Müllberge zieht und mit seinen Visionen von zukünftigen Studierenden zu kämpfen hat. Aber wenn's drauf ankommt, kann er ordentlich auf den Mülldeckel hauen.

NOIZZ: Und wie gut ist Trash Max in der Uni? Eher Typ Regelstudienzeit oder Langzeit-Student?

Diener/Eissler: Auf jeden Fall Langzeit-Student - dauert ja ewig, die ganze Uni aufzuräumen.

NOIZZ: Wie unterstützt die Uni den Helden Trash Max denn? Wurden die Pappbecher schon aus der Cafeteria verbannt?

Diener/Eissler: Die Uni kann leider keine Einwegbecher verbannen, da diese durch das Studierendenwerk in den Cafeterien und umliegende Bäckereien in Umlauf gebracht werden.

NOIZZ: Trash Max folgt auf Super Markus, der in einem früheren Film der Held war. Wie ist das zu steigern? Kommt als nächstes die Helden-Combo „The Veganers“, die über richtige Ernährung aufklärt?

Diener/Eissler: Da sind wir für Vorschläge offen!

NOIZZ: Der Vorgänger-Film war ein Erklärvideo über das richtige Verhalten im Brandfall, diesmal geht’s um weniger Müll auf dem Campus. Wann dürfen die Studierenden endlich mal machen, was sie wollen?

Diener/Eissler: Klar dürfen die Studierenden machen, was sie wollen. Wir wollen mit unseren Filmen ein Bewusstsein dafür schaffen, wie es besser funktionieren könnte. Wer sich dadurch inspiriert fühlt, sein Verhalten zu ändern und beispielsweise keine Pappbecher mehr zu verwenden - umso besser! Und auch wer sich inhaltlich nicht angesprochen fühlt, der hat zumindest einen geilen Film gesehen.

Auch hier steckt ein wertvoller pädagogischer Sinn dahinter: Der Kurzfilm diente als Aufklärungsvideo für das korrekte Verhalten im Brandfall.

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Quelle: dpa