„Rap Kitchen"-Fotograf kocht für NOIZZ Chefkets und Maulis Lieblingsgerichte

Laura Wolfert

HipHop. Popkultur.
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20 Deutsch-Rapper verraten in „Rap Kitchen“ ihre Lieblingsrezepte.

Sido hat fast geweint, als er das erste Mal in einen Döner gebissen hat. „Das war das Krasseste, was ich in meinem damals neunjährigen Leben jemals gegessen hatte“, erzählt der Rapper in „Rap Kitchen“. Es ist das Kochbuch von Autor Johann Voigt und dem Fotografen Emil Levy Z. Schramm. Sie haben 20 der bekanntesten Rapperinnen und Rapper Deutschlands nach ihrem Lieblingsessen gefragt – 60 Rezepte sind dabei rumgekommen. Doch wer denkt, die Deutschrap-Szene ernährt sich nur von Fast-Food, täuscht sich.

Von der thailändischen „Tom-Kha-Gai“-Suppe von Manny Marc und Tai Jason bis zu Tafelspitz mit Semmelkren von Chakuza: Deutschrap hat Geschmack – wortwörtlich. In dem Kochbuch sind aber nicht nur die Rezepte aufgelistet. So stehen neben den jeweiligen Rezepten auch kleine Anekdoten über das Ess- und Kochverhalten der Rapper – geschrieben von Johann Voigt.

Die Idee für das Kochbuch kommt ursprünglich von Schramm. „Beides lässt sich gut vereinen. Essen ist einfach immer ein spannendes Thema – jeder kann dazu etwas erzählen“, sagt er. „Sido kann sich beispielsweise noch genau daran erinnern, was er am Abend vor seiner Hochzeit gegessen hat – aber nicht, was seine Frau anhatte.“

So verrät Marvin Game, dass das Beste nach Auftritten und Sex eine Brokkolipizza sei. Oder: Gewusst, dass Sido für seine Rouladen bekannt ist und Prinz Pi richtig penibel in Sachen Essen? Einer seiner Rezepte: Leber auf Brioche an Erdbeeren.

Schramm hat sogar zwei der Gerichte aus „Rap Kitchen“ für uns gekocht:

Die rote Linsensuppe von Chefket und den Mango-Feldsalat von Mauli. Und ja: Wir feiern das Essen so sehr wie ihre Musik.

Info:

Rap Kitchen: Rapper kochen. Das Buch. Callwey Verlag, Walk this Way Records. Berlin, 2018. 192 Seiten. 39.95 Euro (gebunden), 22,99 Euro (E-Book)

Quelle: Noizz.de